Grundsätzlich nein - aber...
10.04.08Ilona Geimer-Kumpf, Head of Corporate Events der BASF SE, über Verpackungsideen, Kreativität und langfristige Wirkung.
CIM: „BASF.Pack.it 2006“ erhielt als bestes Corporate Event den Eva-Award in Gold. Sehr gelobt wurde die Integration eines Kreativ-Workshops. Was passierte da?
Fr. Kumpf: Der zweite Teil des Veranstaltungstages war geprägt durch den interaktiven Zukunfts-Workshop Pack the Future, dessen Ziel die gemeinsame Erarbeitung aller Teilnehmer von 15 innovativen Verpackungsideen für das Jahr 2015 war. Zusammen mit 80 Jugendlichen sammelten die Teilnehmer mittels Brainstorming zunächst in gemischten Teams Ideen, die in einem zweiten Schritt verdichtet wurden. Im dritten Durchlauf wurden diese Ideen bewertet und abschließend selektiert. Am Ende der Veranstaltung wurden die ausgewählten 15 Ideen gleichzeitig als Höhepunkt und Abschluss der Veranstaltung präsentiert.
Wie war die Resonanz in punkto Teilnehmer-Begeisterung und Ideen-Output?
Die Erfolgsbilanz der PACK.IT.2006 zeigte insgesamt ca. 150 Folgegespräche seitens BASF mit den Entscheidungsträgern der Zielgruppe in den ersten Wochen nach dem Event, die in insgesamt 84 Projekte mündeten, in denen gemeinsame Produktentwicklungen und Anwendungsmöglichkeiten von Mitgliedern der Zielgruppe sowie BASF-Experten erörtert und zielorientiert bearbeitet werden. Insofern lassen sich die Ziele des Events als vollständig erreicht festhalten. Ein weiterer Erfolgsfaktor sind die Original-Feedbacks einiger Teilnehmer nach der Veranstaltung, z.B.: „Mit dieser Veranstaltung ist es der BASF aus meiner Sicht völlig gelungen, das Unternehmen als zukunftsorientiert, kompetent, dynamisch und jung zu präsentieren.“ „Für mich hat sich die BASF in einem neuen Licht gezeigt, meine Gratulation zu diesem positiven Image.“
Ist die Wirkung solcher Events abhängig vom Budget?
Grundsätzlich nein – aber... Der bedeutendste Erfolgsfaktor zur Nutzung von Events als temporäre Markenplattform ist die systematische Einbettung in ein kommunikatives Gesamtkonzept. Die Event-Botschaft selbst sollte sich als klare und konsistente Grundidee durch das Gesamtkonzept ziehen.
Inwieweit ist Kreativität auch für B-2-C-Events essentiell?
Um eine langfristige Wirkung zu erzielen, muss das Event möglichst verschiedene Dimensionen in uns ansprechen. Emotionen und Ratio müssen bedient werden. Meiner Meinung nach ist das bei B-2-C nicht anders als bei Events im Bereich für B-2-B.
Werden Sie auch künftig auf Ideen von Künstlern setzen? Und wenn ja, warum?
Wir arbeiten bei vielen Projekten mit Künstlern aus den verschiedensten Disziplinen. Die Zusammenarbeit mit Künstlern empfinde ich immer inspirierend und bereichernd.
Ilona Geimer-Kumpf ist Head of Corporate Events der BASF SE.
www.basf.de




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