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Interview: "Die größte Belohnung war, die Freude der Kinder zu sehen."

Photo: Business & Nature

07.09.10
 

Dr. Marcus Goedsche ist im Vorstand der Allgeier Holding AG.

CIM: Bei strömendem Regen haben Sie am 6. August 2010 einen Spielplatz für 45 geistig behinderte Kinder gebaut. Wieso?
Dr. Marcus Goedsche:
 Einen banalen Spendenscheck auszustellen und dann zu sagen „Macht damit, was ihr für sinnvoll erachtet“, war uns eindeutig zu wenig. Wir wollten uns aktiv einbringen, etwas schaffen, was Hand und Fuß hat und wovon die Kinder gleich profitieren. Dass es dann so stark regnete, war sicherlich nicht gewünscht, hat uns aber in unserem Bestreben nicht gehindert. Zudem hatten die Kinder einen großen Spaß dabei, aus ihren warmen und vor allem trockenen Aufenthaltsräumen uns triefnass beim Sand schaufeln zu zuschauen.

Aus wem bestand Ihr „Allgeier“ Bautrupp?
Wir waren insgesamt sieben Personen und wurden technisch betreut von einem Fachmann für Kinderspielplatzbau. Die Anstrengung war nach der Arbeit jedem ins Gesicht geschrieben, aber es hat sich, wie wir meinen, gelohnt.

Es gibt unzählige Bedürftige. Warum wählten Sie die Heilpädagogische Tagesstätte der Lebenshilfe München aus?
Die Agentur hat uns verschiedene Einrichtungen vorgeschlagen, wo wir aktiv werden könnten. Die Entscheidung war wirklich schwierig, zumal es viele Einrichtungen gibt, die bedürftig sind. Die Heilpädagogische Tagesstätte in Unterhaching schien für uns dann geeignet, da der Bau der beiden Spielplatzgeräte dort – eine Kirtaschaukel und ein Kamelritt – mit unserem kleinen Team an einem Tag umsetzbar war.

Wie hat die Agentur Business & Nature Sie noch unterstützt?
Sie hat für uns alle Formalitäten geklärt und die Absprachen mit den jeweiligen Ämtern und Verantwortlichen übernommen. Dies ging sehr professionell vonstatten. Wir konnten uns somit voll und ganz auf das Wesentliche konzentrieren – auf den Bau der Spielstätte.

Wenn Sie zurückblicken. Worin liegt Ihre persönliche Belohnung?
Die größte Belohnung für uns war, die Freude in den Gesichtern der Kinder zu sehen. Nach Fertigstellung haben sich alle – trotz Regen – draußen versammelt und die Spielgeräte feierlich eingeweiht. Nach Freigabe – auch durch den TÜV – wurden sie von den Kindern gleich in Beschlag genommen und auf Tauglichkeit getestet. Und sie hielten. Das einstudierte Lied als Dankeschön an uns, hat uns alle sehr berührt und uns klar gemacht, wie leicht man Kindern eine Freude machen kann. Denn für uns war es nur ein Tag Arbeit, die Kinder haben aber mehrere Jahre etwas davon.

www.allgeier-holding.de

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