„Max Rewards“
Verhalten optimistisch starten die CVBs in die neue Saison. Gratifikationsanreize sollen Kunden bringen. Der Umgang mit Web 2.0 ist noch zögerlich.
Kontinuität. „Die Buchungen für Verbandskongresse scheinen für die nächsten Jahre unverändert vielversprechend zu sein, auch wenn die Anzahl der Delegierten rückläufig ist“, erklärt Kerstin Träskman, Leiterin des Finnland Convention Bureaus (FCB). Firmenkunden fragten verstärkt an, blieben mit konkreten Buchungen jedoch zurückhaltend. Veranlassung, steigenden Kostendruck bei Planern hierfür verantwortlich zu machen und mit entsprechenden Angeboten zu reagieren, sieht man beim FCB jedoch nicht.
Unverändert großes Interesse für die Meetingdestination verzeichnet auch das Switzerland Convention & Incentive Bureau (SCIB). Für den angefragten Veranstaltungszeitraum Juni 2010 bis Winter 2011 sei man optimistisch, erklärt Andrea Gazzetto vom SCIB-Büro in Frankfurt.
Dem Kostendruck begegnet man mit einem auf der Website integrierten Tool, womit Partner vor Ort tagesaktuelle Angebote kommunizieren können. „In ‚Sparzeiten‘ gilt natürlich: ‚All business is local‘.“ Allerdings ist die Schweiz für Deutschland ein Nahziel, das hervorragend mit der Bahn angebunden ist“, erklärt Andrea Gazzetto. Gleiches gilt für Alpennachbar Österreich, traditionell ein Favorit deutscher Planer von Meetings und Incentives. Das austrian business and convention network (abcn) sieht sich mit seinen Partnern gut positioniert und peilt für die am 4. und 5. Oktober 2010 in der Hofburg Wien stattfindende Meetingmesse access eine Diskussion innovativer Marketingstrategien an.
Potenziale des Web 2.0 in puncto Branchenrelevanz zu erörtern ist ein mit Spannung erwarteter Programmpunkt im Seminarprogramm der access academy. Bisher ist die Nutzung dieser neuen Kommunikationsform bei Convention Bureaus noch sehr verhalten.
„Über meine Mitgliedschaft bei XING hatten wir bereits zwei Anfragen von Tagungsplanern“, berichtet Andrea Gazzetto. Das SCIB kommuniziert seine Neuigkeiten jedoch nach wie vor via Newsletter. „Alles aufs Handy laden zu lassen, bedeuteten zusätzlichen Stress für Planer“, ist Gazzetto überzeugt.
Auch Europas unangefochtener IT-Pionier Estland agiert beim Estonian Convention Bureau ohne Nutzung des Web 2.0. „Auch in der nächsten Zukunft werden wir uns darum nicht kümmern. Als sehr junges CVB in einem 1,3 Mio.-Einwohnerland müssen wir uns um wichtigere Dinge kümmern“, erklärt Riine Tiigi, Managing Director des Estonian Convention Bureau (ECB). Zufrieden ist sie mit der aktuell guten Buchungssituation, Resultat offensiven Marketings im ECB-Gründungsjahr 2008.
Attraktiv für Planer sind nicht nur die im europäischen Vergleich sehr niedrigen Raum- und Hotelraten, sondern auch das von Estlands Regierung aufgelegte „Conference Support Scheme“. Maximal 64.000 Euro Kosten können demnach geltend gemacht und erstattet werden.
Mit dem Erstattungssystem „Max Rewards“ lockt neuerdings das Thailand Convention & Exhibition Bureau (TCEB). Mindestens 20 Delegierte müssen internationale Verbände ins Land des Lächelns bringen, um 120.000 Baht, etwa 3.600 US-Dollar, als Marketing-Bonus zu erhalten. Die Hälfte dieses Wertes haben die Welcome Packages, die das TCEB zusätzlich offeriert. Ein für die Jahre 2010 bis 2014 formulierter strategischer Plan hat das Ziel, die Zahl der Meeting- und Incentive-Gäste 2010 um 25 Prozent auf über 780.000 Besucher zu steigern.
TCEB-Präsident Akapol Sorasuchart ist sich sicher, dass sich Thailand nicht nur in Asien, sondern weltweit als primäre Meeting- und Incentive-Destination etablieren wird. „Win, promote, develop“ sind drei strategische Schlüsselbegriffe, die die Auslobung des Thailand Creative Awards und ein Marketingbudget in Höhe von umgerechnet 28 Mio. US-Dollar flankieren. Auch eine E-Community mit Blog sind Teil der „Thailand MICE Intelligence“.
www.fcb.fi
www.myswitzerland.com
www.eecb.ee
www.tceb.or.th



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