Die Veranstaltungswirtschaft zählt zu den großen Wirtschaftszweigen Deutschlands, ist politisch aber nach Einschätzung der Organisierenden unterrepräsentiert. Die Bundeskonferenz, 2021 aus der Bewegung „Alarmstufe Rot“ hervorgegangen, will diese Lücke schließen. Als spendenfinanzierte, unabhängige Plattform steht sie allen Branchenangehörigen offen – von Solo-Selbstständigen über Technikerinnen und Caterer bis zu Führungskräften.
„Unser Ziel ist es, die brennenden Themen der Branche zu bündeln und echte, praxisnahe Politik direkt bei den Ministerien zu platzieren“, sagt Alexander Ostermaier, Ratsherr und Geschäftsführer der fwd: Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft.
Arbeitszeitrecht und Solo-Selbstständige im Fokus
Das Tagesprogramm beginnt um 12 Uhr mit einem Rückblick auf die politische Arbeit der vergangenen Monate. Anschließend diskutieren die Teilnehmenden in mehreren Panels über zentrale Branchenthemen: die Regelungen zur Sonn- und Feiertagsarbeit, die gesetzlichen Arbeitszeitgrenzen sowie die rechtssichere Beauftragung von Solo-Selbstständigen. Darüber hinaus steht die Frage im Raum, wie sich staatliche Auflagen und wirtschaftliches Wachstum der Branche vereinbaren lassen.
Kernstück der Konferenz ist die gemeinsame Abstimmung über ein neues Forderungsmemorandum sowie die demokratische Wahl des Rates der VertreterInnen für die kommende Periode. Das ehrenamtlich arbeitende Gremium vertritt die beschlossenen Forderungen gegenüber politischen Entscheidungstragenden. Kandidierende müssen keinem Verband angehören – Voraussetzung ist lediglich die Zugehörigkeit zur Branche.
Netzwerkabend und Teilnahmekosten
Ab 18 Uhr schließt sich ein Netzwerkabend im Obergeschoss des Allianz Forums mit Blick auf den Pariser Platz an. Das Tagesprogramm selbst ist kostenfrei; für die Tagesverpflegung wird ein Konferenzticket für 19 Euro erhoben. Das Ticket für den Netzwerkabend inklusive Speisen und Getränken kostet 69 Euro.
„Wenn die Veranstaltungswirtschaft gemeinsam auftritt, wird ihre Stimme gehört“, sagt Ratsherr Christian Eichenberger, Geschäftsführer der Rent Group. Interessierte können sich über die Website bundeskonferenz.org informieren und für den Rat kandidieren.
