CIM 2019/3 Destination

Auf den Spuren der Eidgenossen

// Katrin Schmitt

Die Meetingtrophy startet im Juni in Zürich, führt über Brunnen, Andermatt, Grimsel- und Furkapass nach Interlaken und endet in Thun. Die 120 Gäste erleben den Weg als das Event.

Das „LSD“-Team Germany vor Schloss Schadau in Thun. Zweite v. l., mittlere Reihe: Helena Videtic, SCIB Managerin Deutschland und Österreich Photo: SCIB/Matthias_Nutt

SCIB-Leiterin Barbra Steuri-Albrecht (r.) und SCIB-Projektmanagerin Nicole Bühlmann Photo: SCIB/Matthias_Nutt

Die Teilnehmer der Meetingtrophy. Photo: SCIB/Matthias Nutt

#MeetinSwitzerland. „Der Tierarzt steht mit fünf Bauern auf einem Gelände, auf dem jeder Bauer fünf Ställe mit fünf Kühen hat, die jeweils fünf Kälber haben. Wie viele Beine sind das insgesamt? Wenn dann die vier Stellen des Ergebnisses zusammengezählt werden, welche Ziffer öffnet das Zahlenschloss?“ Während der Diskussionen unterwegs tauchen viele Seen auf vor den Augen der Gäste, mal bläulich, mal türkis, mit Bergkulisse oder ohne.

Acht Länderteams reisen durch das Land der Eidgenossen, begleitet von Mitarbeitern des Switzerland Incentive und Convention Bureaus (SCIB) aus den jeweiligen Märkten.

Auf der To-Do-Liste des jährlichen Famtrips: ein Buch mit Fragen zur (Meeting-)Schweiz, Stopps mit Aufgaben, aktives Netzwerken und intensives Erleben. „Die Schweiz ist ein kleines Land, aber wir haben extrem viel zu bieten“, unterstreicht SCIB-Chefin Barbra Steuri-Albrecht. „Das erlaubt es uns, den Planern in kurzer Zeit interaktiv die vielfältigen Möglichkeiten so zu zeigen, dass sie begeistert sind und die Ideen dann umso besser an ihre Kunden geben können“.

Eigentlich war die Trophy eine einmalige Sache, wurde dann aber zu einem solchen Erfolg, dass sie 2019 zum 15. Mal über die Bühne geht. Erfolgsgrundlage ist „das stringente und detailverliebte Programm, die Stimmung, die spielerische Herangehensweise in der spektakulären Naturkulisse und der aktive Austausch mit Agenturkollegen aus aller Welt“, sagt Helena Videtic, SCIB-Managerin Deutschland und Österreich in Frankfurt. Hinzukommt der „Swiss Travel Pass“ für unlimitierte Mobilität und die große Freude aller Partner, von den Locations über die Hotels bis zu den Agenturen, zu zeigen, was (die Eidgenossen) bewegt.

Fast nebenbei lernen die 120 Gäste Schweizer Mentalität, Sprache, Infrastruktur und viele Neuigkeiten kennen. Zürich etwa, erwartet den neuen Hotspot The Circle direkt am Flughafen mit viel Funktionsfläche und 500 Zimmern sowie die Eröffnung des renovierten Kongresshauses am Zürichsee im März 2020.

Zwar nicht neu, dafür aber wenig bekannt ist, dass der Schweizer Pharmaforscher Albert Hofmann das LSD im Labor von Sandoz Basel entdeckt hat. Etwa 76 Jahre später ist dies das perfekte, farbenfrohe Motto für Team Deutschland. Auch drogenfrei und schließlich ohne Siegerpokal, ist und bleibt die Stimmung perfekt. „Ich möchte die schöne Schweiz kennenlernen und bin besonders an den tollen Locations interessiert, die wir, nach Möglichkeit, auch unseren Kunden verkaufen werden.“ So beschreibt Charlie Grempels von Marbet in Künzelsau seine Teilnahmemotivation.

Eine Location fährt als Sonderzug vor: Der 80-jährige Doppelpfeilzug Churchill transportiert die Gruppe nach Brunnen in die Innerschweiz. Diese genießt derweil Apéro, Lunch, Dessert und die Aussicht, unter anderem auf den Zugersee. Im Reisebus geht es weiter nach Andermatt. Leider bleibt das Übernachten im Chedi ein Traum. Dafür bietet das Ende 2018 eröffnete Radisson Blu Reussen traumhafte Aussicht und gemütliche 244 Zimmer. Zudem warten 120 Fahrräder auf die Teams. Auf der Agenda: drei Meetingtrophy-Aufgaben, danach der Ausklang im Bergrestaurant auf dem Nätschen. Die Gaststätte mit Terrasse ist via Straße oder Seilbahn „Gütsch-Express“ erreichbar.

Beim Ausarbeiten der Trophy legt das SCIB-Team mit Partner Swiss Travel System Wert darauf, erlebbar zu machen, wie einfach und verlässlich die Fortbewegung im Alpenland funktioniert. Zehn verschiedene Verkehrsmittel kommen insgesamt zum Einsatz. Dabei werden Mountainbikes und Autos von den Gästen selbst gefahren.

Über Furka- und Grimselpass geht es mit 30 Europcar-Autos Richtung Congress Center Kursaal Interlaken. Adäquate Aufgaben stellt Barbra Albrecht auch via Audio-Message von: Wie viele Beine sind denn nun auf dem imaginären Gelände? Es wird hin- und her gerechnet. Jede Menge Gruppenfotos werden aufgenommen, für die es keine Extrapunkte gibt. Der Boxenstopp am Hotel Naturresort Handeck dient dem Stärken und, klar, einer weiteren Aufgabe. Der Sieg soll mit ganz viel Spaß erarbeitet und Wissen spielerisch erworben werden.

Im Park des Kursaals erwartet die Gäste ein herzhaftes „Zmittag“ im Schatten. Nach Steinwurf-Aufgabe und einem Gruppenfoto mit dem imposanten Berg Jungfrau als Kulisse, steht noch die Site-Inspection an. Das Zentrum ist eine spannende Kombination aus historisch und modern. Es liegt zehn Gehminuten vom Bahnhof, wie die Gruppe auf dem Weg zum SBB-Zug nach Thun abstoppt.

Strahlend türkis und sehr erfrischend ist das Wasser des Thunersees, dem die Bahnstrecke Interlaken-Thun folgt. Eine halbe Stunde Zeit zum Chillen und Fragen studieren. In der historischen Kleinstadt im Berner Oberland mit ihrem Schloss aus dem 12. Jahrhundert steht das Trophy-Finale an. Die Teams geben nochmal alles, bevor das Congress Hotel Seepark direkt am See mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau sowie das Hotel Eden Spiez bezogen werden.

Für das große Finale hat das SCIB-Team das kürzlich wiedereröffnete Juwel Schloss Schadau ausgewählt. Das Boutique-Hotel mit neun liebevoll restaurierten Zimmern liegt nur vier Gehminuten vom Hotel Seepark entfernt selbst am See. Das Siegerteam wird nach drei Tagen voll intensiver Erlebnisse mit Kollegen aus aller Welt gekürt, mit dem Blick auf die Berge und feiner Schweizer Küche. Unter ohrenbetäubendem Jubel gibt Urs Eberhard, Stellvertretender CEO von Schweiz Tourismus, bekannt: Skandinavien!

„Gratulation an das Team Nordics zum Sieg und auch ein riesiges Kompliment an mein topmotiviertes deutsches Team“, unterstreicht Videtic. „Wir haben es 2019 mit Berthold Brecht gehalten: ‚Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.‘“

Die #Meetingtrophy ist in zwei Highlights auf www.instagram.com/cimeurope als Story dokumentiert. Dort steht auch die Antwort zur richtigen Anzahl der Beine (nein, es ist nicht 42!).