CIM 2019/4 Industrie

Fünf Fragen an Angela Hemme

// Katrin Schmitt

Angela Hemme ist Director Business Development Healthcare der Kommunikationsagentur Face to Face in Köln. www.facetoface-gmbh.de (Photo: face to face GmbH)

CIM: Was halten Sie von Ihrem Kollegen Dietmar Abetes?
Angela Hemme: Ich mag ihn, ein sympathischer, lebensnaher Zeitgenosse mittleren Alters. Er leidet leider an Diabetes.

Welche Aufgaben hat er zu erfüllen?
Dietmar ist ein Avatar, der bereits im Jahr 2000 auf Fortbildungen für Ärzte als virtueller Patient eingesetzt und in den Diabetes-Fachvortrag integriert worden ist. Dabei ist ein Konzept entstanden, das garantiert hat, dass die Kernbotschaften eines neuen Antidiabetikum platziert werden konnten.
Dazu konnten sich die Teilnehmer bei bestimmten Fragestellungen auch einbringen und Wissensmodule aktiv mitgestalten. Letztlich ist eine Workshop-Serie mit 200 Veranstaltungen daraus entstanden.

Gelingt so der Spagat zwischen wissenschaftlich-seriös und unterhaltend?
Lernen soll Spaß machen und das erwor­bene Wissen im Kopf verankert werden. Der sympathische Dietmar Abetes bindet die Teilnehmer emotional ein, ohne auf die Vermittlung der relevanten wissenschaft­lichen Inhalte zu verzichten.

Vertragen sich also emotionale Konzepte und die Pharma-Kodizes?
Ja, denn im Vordergrund steht die auf die Zielgruppe ausgerichtete und methodisch- didaktisch aufbereitete Wissensvermittlung, so interessant inszeniert wie möglich und dabei immer Kodex-konform.

Was meinen Sie: Wollen Millennials künftig mehr oder weniger Live-Events?
Digitale Formate ermöglichen ein auf die Bedürfnisse zugeschnittenes ‚Learning-on- Demand‘.
Trotzdem werden Live-Events, oftmals gestützt von digitalen, künstlich-intelligenten Tools, immer eine wichtige Rolle spielen. Schließlich braucht es auch für diese Zielgruppe Raum und Zeit für den direkten, emotionalen Austausch von Mensch zu Mensch.

Besten Dank, Frau Hemme!