Darmstadtium: Unmut wegen teurem Funkfrequenz-Tausch

Donnerstag, 21.10.2010

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Kostentreiber. Egal, wo in Deutschland Events stattfinden und Vorhänge fallen – vor und hinter der Bühne sind Funkmikrofone allgegenwärtig. Eine zeitgemäße, funkbetriebene Anlage setzen der Geschäftsführer des darmstadtiums, Klaus Krumrey, und sein Team als Standardtechnik längst voraus, wenn Tagungen, Kongresse und Messen im Darmstadtium vertraglich zugesagt werden. Bisher wurden alle funkbetriebenen Mikrofone über bestimmte Funkfrequenzen […]

Kostentreiber. Egal, wo in Deutschland Events stattfinden und Vorhänge fallen – vor und hinter der Bühne sind Funkmikrofone allgegenwärtig. Eine zeitgemäße, funkbetriebene Anlage setzen der Geschäftsführer des darmstadtiums, Klaus Krumrey, und sein Team als Standardtechnik längst voraus, wenn Tagungen, Kongresse und Messen im Darmstadtium vertraglich zugesagt werden.
Bisher wurden alle funkbetriebenen Mikrofone über bestimmte Funkfrequenzen betrieben. Genau diese Frequenzen wurden jetzt allerdings von der Bundesregierung an die Mobilfunkanbieter T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 versteigert. Für die Veranstaltungsfunktechnik hat die Bundesregierung neue Frequenzen vergeben.
Einen teuren Hakenhat jedoch, was zunächst nach einem harmlosen Tausch klingt. Die aktuell eingesetzten Funkgeräte können nicht einfach mit den neuen Frequenzen betrieben werden und müssen entweder umgerüstet oder gleich ganz ausgetauscht werden. Die Umrüstung aller deutschen Veranstaltungsstätten wird immense Summen verschlingen. Der Berufsverband für professionelle drahtlose Produktionstechnologie, kalkuliert mit Kosten in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro für rund 630.000 betroffene Geräte.

Mit Investitionen im deutlich sechsstelligen Bereich müssen typische Veranstaltungshäuser rechnen. Für das Darmstadtium wird mit ca. 250.000 Euro gerechnet. In einer festgelegten Übergangszeit bis Ende 2015 dürfen Veranstalter zwar die alten Frequenzen noch nutzen, aber diese zunächst relativ komfortabel wirkende Übergangsfrist ist vor allem eins: theoretisch. Störungen können nämlich ohne jede Übergangszeit sofort entstehen, wenn ein Sendemast der Mobilfunkanbieter in der Nähe ist.
Ein Risiko, das sich professionelle Veranstaltungshäuser wie das darmstadtium ebenso wenig leisten können wie die neue Funktechnik. Es sei denn, man akzeptiere sprachlose Redner und Veranstaltungsabsagen.
Auf Grund der kommunalen Strukturen vieler Veranstaltungshäuser und anderer betroffener Einrichtungen wie Universitäten, Volkshochschulen, Vereinsheime und Kirchen, sind die Umrüstungs- bzw. Neuanschaffungskosten von der Stadt und damit vom Steuerzahler vor Ort aufzubringen. Im Gegensatz dazu betragen die Einnahmen für den Bund aus der Versteigerung der bisher durch uns genutzten Frequenzen 4,38 Mrd. Euro. Die Bundesregierung hat zum Ausgleich für die durch die Umrüstung entstehenden Kosten jedoch nur 124 Mio. Euro vorgesehen. Mit einem direkten Brief an die Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypries hat die Geschäftsführung des Darmstadtiums auf diese Problematik aufmerksam gemacht, um auf den kostendeckenden Ausgleich der tatsächlich entstehenden Umrüstungskosten hinzuwirken, die ausschließlich der Versteigerung der Frequenzen geschuldet sind. „So hoffen wir, künftig im darmstadtium keine sprachlosen Veranstaltungen durchführen oder gar absagen zu müssen“, erklärt Geschäftsführer Klaus Krumrey.

www.darmstadtium.de

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