Berlin/Detroit. re:publica Detroit widmet sich dem Thema „access“ und beleuchtet dieses entlang der drei Programmschwerpunkte „Kunst und Kultur“, „Mobilität und urbaner Raum“ sowie „Arbeit und New Economy“. „Nach Detroit zu gehen, ist eine Herzensangelegenheit der re:publica. Der Austausch mit den Communitys vor Ort und die Auseinandersetzung mit den aktuellen Entwicklungen der Stadt reizt uns sehr. Detroit bietet enorm viel Raum, eine pulsierende Kulturszene und auch eine neu aufstrebende Startup-Wirtschaft. Gemeinsam mit den TeilnehmerInnen möchten wir bei der re:publica Detroit diskutieren und Ideen entwickeln, wie diese Potentiale noch gestärkt und für alle zugänglich gemacht werden können.“, sagt Andreas Gebhard, Mitgründer und Geschäftsführer der re:publica. „In enger Zusammenarbeit mit lokalen Co-KuratorInnen und dank der zahlreichen inspirierenden Einreichungen über unseren Call for Participation ist ein vielseitiges Programm entstanden, das alle TeilnehmerInnen zum aktiven Mitwirken einlädt. Wir hoffen, dass die Veranstaltung den kreativen Austausch zwischen Detroit und Berlin nachhaltig stärkt.“
Zwei Tage Programm rund um das Thema „access” in der digitalen Gesellschaft: Eröffnet wird die re:publica Detroit mit der Opening Keynote „Access Ain’t the Issue: The Failure of Placemaking in Detroit“ von Lauren Hood, in der die Stadtplanerin über die Gentrifizierung Detroits und den damit verbundenen Aspekt kultureller Verdrängung spricht. Zu den weiteren Programmhöhepunkten zählen die Keynote „Access IS the Issue – The Financiers behind Our Next Housing Crisis“ von Soziologin Saskia Sassen, das Panel „Surveillance Doesn’t Make Us Safer“ zu den Auswirkungen von Überwachung im öffentlichen Raum sowie der Vortrag „Hacking the Funding Structure“, in dem die Investorin Monica Wheatfordert, dass Investmentstrukturen der Diversität der Bevölkerung gerecht werden müssen. Im Abschluss-Panel „Internet For All“ diskutieren Markus Beckedahl, Hossein Derakhshan und Katie Hearn über gleichberechtigte digitale Teilhabe.
In der einstigen „Motor City“ nimmt re:publica auch das Thema Mobilität in den Fokus. Im Panel „Accessing All Abilities – New Mobility Options for Equity & Access“ diskutieren Diana Nucera, Mark de La Vergne, Falk Bothe und Jamie D. Junior, wie aktuelle Innovationen im Bereich Mobilität unser Leben revolutionieren und wie Zugang zu Mobilität für alle Mitglieder der Gesellschaft sichergestellt werden kann. Die Session wird vom VeranstaltungspartnerVolkswagen of America präsentiert – ebenso wie der Workshop „Printed Sounds: The Technology Behind 3D-Printed Instruments“ mit Ricardo Simian und Matthias Röder.
Im Panel „Art for Social Impact“ diskutieren Co-Kuratorin und Künstlerin Tiff Massey, Director of Arts and Culture der Stadt Detroit Rochelle Riley, Medienkünstlerin Nora Al-Badri sowie der Leiter für Kultur und Kommunikation des Auswärtigen Amts Andreas Görgen über die Dringlichkeit sozial engagierter Kunst.
„Die Sequencer Tour ist ein Leuchtturmvorhaben der Wunderbar Together Initiative,“ sagt Andreas Görgen. „Wir sind davon überzeugt, dass der Zugang zu Kunst, Nachhaltigkeit und die soziale Dimension von Kultur von zentraler Bedeutung für demokratische und wertebasierte Lösungen sind. Nationalstaaten können die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht alleine meistern. Der deutsch-amerikanischen Partnerschaft kommt deshalb eine herausragende Bedeutung zu. Durch die Förderung von kultureller Koproduktion, Kreativität und Diversität, sowohl im Inneren, wie auch zwischen den USA und Deutschland, setzt die Sequencer Tour Maßstäbe.“
Techno als verbindendes Element: Detroit und Berlin sind nicht zuletzt eng durch die Geschichte der Techno-Musik verbunden. In diesem Zeichen steht auch das Abendprogramm der re:publica Detroit. Am Freitagabend findet die Performance „Salt City“ der Detroiter Künstlerin jessica Care moore statt, die Poesie, Tanz und Techno vereint. Ihren Abschluss feiert die re:publica Detroit mit einer Party, kuratiert von Tresor-Gründer und Mitinitiator der Detroit-Berlin Connection Dimitri Hegemann.
re:publica Portland als letzte Station der Sequencer Tour: Am 11. und 12. Oktober 2019 findet die Sequencer Tour ihren Abschluss in Portland im Rahmen der Wunderbar Together PopUp Tour. re:publica Portlandbeschäftigt sich mit Fragen zu Nachhaltigkeit, Demokratie und Zukunftsszenarien im digitalen Zeitalter. Mit Sprecher*innen von beiden Seiten des Atlantiks sucht die Veranstaltung nach Antworten zu KI und Umwelt, Ernährungssouveränität in Zeiten des fortschreitenden Klimawandels und „bottom-up“-Bewegungen als Reaktion auf globale Krisen. In der „grünsten Stadt der USA“ dreht sich bei re:publica Portland alles um „Access to Tomorrow“.

