Bei einem Kennenlerntermin im Bundesministerium für Verkehr erläuterten DRV-Präsident Albin Loidl und Hauptgeschäftsführer Achim Wehrmann die aktuellen Herausforderungen der Reisebranche und hoben hervor, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Branche in hohem Maße von politischen Rahmenbedingungen abhänge. Gesprächsthemen waren unter anderem die Zukunft des Luftverkehrsstandorts Deutschland, die Verfügbarkeit nachhaltiger Treibstoffe, die Weiterentwicklung der Schienen- und Luftinfrastruktur sowie die Bedeutung kohärenter Positionen in Brüssel zu grenzüberschreitenden Schienenverkehren, Fahrgastrechten und internationalem Wettbewerb.
Herausforderungen für Luftverkehr, E-Fuels und Infrastruktur
Der DRV forderte konkret Maßnahmen zur Senkung von Standortkosten für den Luftverkehr, verwies auf die Belastung durch Abgaben und verlangte die angekündigte Rücknahme der Erhöhung der Luftverkehrssteuer. Außerdem drängte der Verband auf beschleunigten Hochlauf marktfähiger E-Fuels sowie auf gezielte Investitionen in internationale Schienenverbindungen, See- und Binnenhäfen und die Kreuzfahrtinfrastruktur (einschließlich Landstrom).
Auf EU-Ebene mahnte der DRV eine stärkere Vertretung der Brancheninteressen und eine Vermeidung nationaler „Gold-Plating“-Maßnahmen bei Fluggastrechten und Pauschalreiserichtlinien an. Abschließend betonten die DRV-Vertreter, dass die Reisewirtschaft als wirtschaftliche Säule Deutschlands wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, moderne Infrastruktur und klare politische Unterstützung benötige.
