Rund 130 Teilnehmende aus der Messe- und Eventbranche trafen sich in Münster zur FAMA-Messefachtagung sowie zum angeschlossenen B2C-Fachforum. Gastgeber war das Messe und Congress Centrum Halle Münsterland. Diskutiert wurden aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven des Messegeschäfts vor dem Hintergrund von Transformation, Digitalisierung und veränderten BesucherInnenerwartungen.
Live-Experience, neue Formate und Branchentrends im Fokus
Ein zentrales Thema der Tagung war die Bedeutung von Live-Erlebnissen als Markenkern von Messen. FAMA-Vorstandsvorsitzender Henning Könicke sprach von einer notwendigen Rückbesinnung auf diesen Kern. Praxisbeispiele reichten von etablierten Großformaten wie der Iowa State Fair in den USA bis zu jungen, dynamischen Eventkonzepten wie dem Daten- und KI-Festival „data:unplugged“ aus Münster, das seit seiner Gründung während der Corona-Pandemie stark gewachsen ist. Auch das OMR Festival in Hamburg wurde als Referenz für erfolgreiche Hybridformate aus Business, Education und Entertainment genannt.
Ergänzt wurden die Praxisbeispiele durch Einordnungen aus der Trend- und Marktforschung. Theresa Schleicher vom Zukunftsinstitut skizzierte Megatrends bis 2040, darunter Regionalität, Community, Gesundheit, Diversität sowie technologische Entwicklungen. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten sieht sie Chancen für neues Wachstum, insbesondere durch starke Communities und erlebnisorientierte Formate.
Die nächste FAMA-Fachtagung findet am 22. und 23. Juni 2026 an der BERNEXPO in Bern statt. Sie wird gemeinsam von FAMA, Messen Austria und der Swiss LiveCom Association EXPO EVENT als DACH-Messefachtagung ausgerichtet.
