Beim parlamentarischen Frühstück des Forum Veranstaltungswirtschaft in Berlin diskutierten VertreterInnen der Mitgliedsverbände mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages die aktuell drängendsten Themen der Branche. Die Veranstaltungswirtschaft, die nach Angaben des Forums rund eine Million Beschäftigte umfasst, sieht sich durch unregelmäßige Arbeitszeiten, Wochenend- und Abenddienste sowie komplexe rechtliche Rahmenbedingungen in ihrer Ausbildungs- und Wettbewerbsfähigkeit eingeschränkt. VertreterInnen aus dem Verbandskreis übergaben den Anwesenden einen Forderungskatalog und erläuterten Praxisbeispiele, die zeigen, dass derzeit geltende Regelungen vor allem Ausbildungs- und Einsatzmöglichkeiten für junge Beschäftigte sowie die rechtliche Planbarkeit von Projekten behindern.
Kernforderungen: Statusfeststellung, Arbeitszeitgesetz, Jugendarbeitsschutz
Der übergebene Forderungskatalog benennt drei zentrale Handlungsfelder: (1) Rechtssicherheit bei der Beauftragung Selbstständiger durch eine Reform des Statusfeststellungsverfahrens, (2) Anpassung des Arbeitszeitgesetzes an die betrieblichen Realitäten der Veranstaltungswirtschaft und (3) Reformen im Jugendarbeitsschutzgesetz, damit Auszubildende praktische Einsätze bei Abend- und Wochenendveranstaltungen sammeln können. Marcus Pohl (1. Vorsitzender ISDV) und René Tumler (Geschäftsführer EVVC) hoben in ihren Statements hervor, dass realistische, rechtskonforme Regelungen nötig seien, um Ausbildung zu sichern, Beschäftigte zu schützen und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsbereichs zu erhalten. Das Forum kündigte an, den politischen Dialog fortzusetzen, um gemeinsam mit Parlamentariern tragfähige, EU-konforme Lösungen zu erarbeiten.
