Die aktuellen Entwicklungen im Iran und in angrenzenden Staaten haben unmittelbare Auswirkungen auf die Messeaktivitäten deutscher Unternehmen im Ausland. Nach Angaben des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA werden mehrere Veranstaltungen in der Golf-Region verschoben. Derzeit sind acht deutsche Gemeinschaftsstände in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Saudi-Arabien betroffen, die ursprünglich für April und Mai geplant waren. Die Region zählt zu den wichtigsten Zielmärkten im Auslandsmesseprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums. Für dieses und das kommende Jahr sind dort jeweils 31 Beteiligungen vorgesehen.
Auslandsmesseprogramm schrumpft trotz steigender Kosten
Für das Jahr 2027 sind weltweit 191 geförderte Messebeteiligungen in 42 Ländern geplant. Dies entspricht einem Rückgang von 31 Beteiligungen im Vergleich zum laufenden Jahr. Hintergrund sind reduzierte Haushaltsmittel, die von 44 Millionen Euro auf 42,3 Millionen Euro sinken sollen. Gleichzeitig sind die Kosten für Auslandsmessen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Der Bund übernimmt etwa die Hälfte der direkten Messekosten, während Unternehmen die übrigen Ausgaben tragen. Studien weisen auf die wirtschaftliche Wirkung des Programms hin. Jeder eingesetzte Euro generiert durchschnittlich eine hohe Wertschöpfung und unterstützt Exportaktivitäten sowie Beschäftigung..
