KRIDEM wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und untersucht, wie Ressourcen in der Messebranche effizienter eingesetzt werden können. Im Mittelpunkt steht eine ganzheitliche Betrachtung aller relevanten Prozesse rund um Planung, Durchführung und Nachbereitung von Messen.
Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz im Messebetrieb
Im Projekt KRIDEM werden Material, Energie, Wasser und Abfallströme systematisch erfasst und analysiert. Dieser sogenannte Circular Scan umfasst neben dem Messebetrieb auch Logistik, Standbau, Catering und Entsorgung. Ergänzend werden die organisatorischen Strukturen der Leipziger Messe daraufhin untersucht, inwieweit Kreislaufprinzipien bereits in Entscheidungsprozesse und Abläufe integriert sind. Die OTWorld bietet mit ihrem internationalen Charakter und der Vielzahl beteiligter Akteure geeignete Rahmenbedingungen für diese Analyse.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der sogenannte Nexus-Ansatz, der die Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen Ressourcenströmen sichtbar macht. Veränderungen in einem Bereich werden im Zusammenhang mit Auswirkungen auf andere Prozesse betrachtet. Ziel ist es, Synergien zu identifizieren und konkrete Handlungsfelder für Reduktion, Wiederverwendung und effizientere Ressourcennutzung abzuleiten. Die Ergebnisse sollen als übertragbares Modell dienen und Impulse für eine nachhaltigere Ausrichtung der Messewirtschaft insgesamt liefern.
