Debatte. Rund 40 Teilnehmer kamen am 29. März 2011 zur „MeetMPI Mitte“ ins Frankfurter Radisson Blu Hotel. Auf der Agenda stand das Thema „Sind Green Meetings eine notwendige Überlebensstrategie oder einfach nur überbewertet?“. In einer lebendigen, teils auch kontroversen Diskussion lenkten Teilnehmer unter anderem den Blick auf Haltung und Werte, die das ideelle Fundament für nachhaltig orientierte Veranstaltungen bilden sollten. Referentin Julia Daniel (Foto) warnte eindringlich vor „Greenwashing“, also der Ausschlachtung des Themas im Marketing ohne ernsthaftes Engagement für Umwelt oder soziale Belange.
Eine Planerin berichtete in diesem Zusammenhang von Erfahrungen mit einem US-amerikanischen Veranstalter, der „Green Meetings“ geradezu für den Fotografen inszeniert habe. Dazu dienten Stifte und Papier mit deutlich sichtbarem Umweltzeichen, die auf den Fotos gut zu erkennen sein sollten. Andere, ernsthafte Maßnahmen, die tatsächlichen ökologischen oder sozialen Nutzen gestiftet hätten, blieben jedoch aus. Generell wurde das Fehlen einheitlicher Standards wieder einmal beklagt.
Durch den Abend führten Roswitha Clement, Senior Manager Meetings & Produktmanager von der Star Alliance Services GmbH und André Dumaschus, zuständig für das Conventions Veranstaltungsticket bei der DB Vertrieb GmbH. Julia Daniel von mygreenmeeting.de referierte allgemein zum Thema nachhaltig organisierte Veranstaltungen und Events unter besonderer Berücksichtigung des Systems zum CO2-Ausgleich ihres Unternehmens. In einem Quiz machten sich alle Teilnehmer Gedanken darüber, wie viel Kohlendioxid die „green meetings&events“-Konferenz am 1. und 2. März in Mainz mit 370 Teilnehmern produziert hat und wie viel die Veranstalter für Ausgleichsmaßnahmen investiert haben. Die richtigen Antworten: 32 Tonnen und 470 Euro. Simone Pohl vom German Convention Bureau (GCB) fasste Zielsetzung und Ergebnisse der Mainzer Konferenz zusammen. Die nächste Veranstaltung in der Reihe „Meet MPI“ wird am Dienstag, 10. Mai 2011, stattfinden.