Bilanz. Die Messe Frankfurt hat 2010 ihren Wachstumskurs wieder aufgenommen und den bisher höchsten Umsatz ihrer Geschichte erreicht. „Wir werden das Geschäftsjahr mit einem neuen Rekordumsatz von rund 450 Millionen Euro beenden und schließen
damit an das sehr gute Jahr 2008 an“, betonte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, bei der Vorlage der vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2010. Der Auslandsumsatz konnte noch einmal gesteigert werden und erreicht mit 114 Millionen Euro ebenfalls eine neue Bestmarke. Die Messe Frankfurt erwirtschaftet damit ein gutes Viertel ihres Konzernumsatzes im Ausland.
Nachhaltig stabil ist das Konzernergebnis vor Steuern, das aus heutiger Sicht bei deutlich über 30 Millionen Euro liegen wird.
Die Internationalität des Konzerns macht sich mit 72 Prozent ausländischen Ausstellern und 47 Prozent Besuchern aus dem Ausland auch bei den Eigenveranstaltungen am Heimatstandort nachhaltig bemerkbar. „Die Messe Frankfurt ist damit der Marktplatz mit dem dauerhaft höchsten Anteil ausländischer Aussteller als auch Besucher im deutschen Wettbewerb“, sagte Marzin.
Mit 93 Kongressen und Tagungen und rund 110.000 Teilnehmern erreichte die Messe Frankfurt ihr bisher stärkstes Kongressjahr. „Hier sehen wir noch weiteres Wachstumspotenzial“, betonte Marzin.
Weltweit begrüßte das Unternehmen auf 88 Messen und Ausstellungen mehr als 64.800 Aussteller und rund 2,5 Millionen Besucher. Vermietet wurden rund 1,81 Millionen Quadratmeter Nettofläche.
In Frankfurt fanden im laufenden Geschäftsjahr 31 Messen und Ausstellungen mit mehr als 36.700 Ausstellern und rund 1,47 Millionen Besuchern statt. Rund 1,16 Millionen Quadratmeter Nettofläche wurden vermietet.
Die 14 konzerneigenen Veranstaltungen zählten mehr als 22.400 Aussteller und rund 914.000 Besucher. Die vermietete Fläche betrug rund 957.000 Quadratmeter Nettofläche.
Eine starke Veranstaltungsbilanz kann der Konzern auch für das Auslandsgeschäft vorweisen. Rund 25.700 Aussteller – soviel wie noch nie zuvor – nahmen 2010 an 52 Messen rund um den Globus teil. 937.000 Besucher wurden auf diesen Veranstaltungen im Ausland gezählt. Für Marzin hat sich die Strategie, starke Messemarken vom Stammsitz Frankfurt heraus international zu entwickeln, auch als Festigung des Standortes Frankfurts bewährt. „In Frankfurt beherbergen wir die weltweit führenden Leitmessen einzelner Branchen. Und im Ausland sind unsere Veranstaltungen in immer mehr Fällen jeweils die Nr. 2 oder 3 in der weltweiten
Rangliste.“
Weltweites Wachstum in klar definierten Feldern und Märkten Für die kommenden Jahre hat die Geschäftsführung der Unternehmensgruppe klare Ziele formuliert. „Wir wollen unsere führende Rolle in der weltweiten Messebranche nicht nur halten, sondern ausbauen“, erläuterte Marzin die strategische Ausrichtung des Konzerns. Dafür soll das Portfolio nachhaltig gestärkt, neue Kompetenzfelder – beispielsweise Logistik – implementiert und weitere strategische Themen festgelegt werden. Für Marzin gilt ganz
klar: „Frankfurt first, auch durch gleichzeitig weiteres Wachstum weltweit in klar definierten Feldern und Märkten.“
Als Vorreiter für innovative Veranstaltungs- und Kommunikationsplattformen müsse man künftig noch schneller und flexibler als bisher auf Marktveränderungen reagieren können. Die strategische Neuorganisation mit der Erweiterung der
Geschäftsleitung im Teilkonzern Exhibition um drei Senior Vice Presidents im Sommer sei eine erste logische Konsequenz gewesen.
Unter der Voraussetzung, dass „der konjunkturelle Rückenwind anhält“, erwartet Marzin für 2011 ein positives Messejahr – mit vier Veranstaltungspremieren in Frankfurt.
Mit der „M-Days, The home of Mobile“, der „Creativeworld“, der „Texprocess“ und der „Maintier“ als reiner Endverbrauchermesse gehen am Standort Frankfurt im Jahr 2011 vier Messepremieren an den Start. Im Ausland wird das Brand-Management durch das Rollout erfolgreicher Veranstaltungsmarken weiter gestärkt. Beispielsweise finden im März in Dubai die Paperworld Middle East und die Playworld Middle East zum ersten Mal statt.
Darüber hinaus wird die Messe Frankfurt im kommenden Jahr die Marke Light+Building stärken und in Kooperation mit dem Messeunternehmen OWP Ost-West-Partner die Interlight Moscow powered by Light+Building veranstalten.