Während strukturierte Angebote bisher vor allem organisatorische Vorteile boten, steigt ihre Relevanz ab 2026 deutlich, prognostiziert das MICE Portal. Die klare Ausweisung einzelner Leistungsbestandteile wird sowohl durch Einkaufsprozesse als auch durch steuerliche Rahmenbedingungen gestärkt.
Strukturierte Angebote im MICE-Einkauf
Unternehmen setzen im MICE-Einkauf zunehmend auf klar definierte Leistungsbausteine, um Angebote vergleichen und Entscheidungen nachvollziehbar begründen zu können. Auswertungen von MICE Portal zeigen jedoch, dass nur rund ein Drittel der eingehenden Anfragen im Markt beantwortet wird. Dort, wo Angebote vorliegen, ist die Abschlussquote hoch. Rund ein Drittel der Angebote führt zu einer Buchung. Nachverhandlungen spielen mit durchschnittlich 6,5 % eine untergeordnete Rolle. Dies deutet auf effiziente Entscheidungsprozesse durch strukturierte Angebotsformate hin. Die Ergebnisse basieren auf mehrjährigen Analysen digital unterstützter Ausschreibungs- und Angebotsprozesse.
Ab 2026 verstärkt die steuerliche Behandlung von Speisen den Trend zu differenzierten Angebotsstrukturen. Der reduzierte Steuersatz für Verpflegungsleistungen schafft für Hotels einen Anreiz, diese getrennt auszuweisen. Werden Leistungen pauschal abgerechnet, gilt weiterhin der reguläre Steuersatz. Eine differenzierte Darstellung ermöglicht eine sachgerechte Zuordnung von Preis und Leistung. Strukturierte Angebotsformate entwickeln sich damit zu einem gemeinsamen Standard im MICE-Markt. Sie erhöhen Transparenz, reduzieren Rückfragen und unterstützen belastbare Entscheidungen auf Unternehmens und AnbieterInnenseite.
