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Berliner Estrel Tower soll 2024 eröffnen

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Die Bauherren Ekkehard und Maxim Streletzki; Foto: Estrel

Der neue Estrel Tower; Fotos: Estrel

Wenn 2024 der Estrel Tower des Estrel Hotels in Berlin eröffnet, wird er mit 176 Metern Höhe Berlins höchstes Hochhaus und Deutschlands höchstes Hotel werden. Im Beisein von Franziska Giffey, designierte Regierende Bürgermeisterin von Berlin, und Martin Hikel, Bürgermeister von Neukölln, haben die Bauherren Ekkehard und Maxim Streletzki das Großprojekt nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Auf 45 Etagen und 77.500 qm Bruttogrundfläche soll der neue Hotelturm 525 Hotelzimmer und Serviced Apartments bieten, dazu 9.000 qm Büro- und Coworkingfläche, einen 2.000 qm großen Veranstaltungsbereich im Sockel des Towers sowie eine ganze Etage für Wellness und Fitness.

Der Tower soll durch einen Tunnel nahtlos an das bestehende Estrel Berlin mit seinen 30.000 qm Veranstaltungsfläche im Estrel Congress Center (ECC) angebunden werden. Damit werde das Estrel seine Führungsposition als Deutschlands größtes Hotel und Berlins erfolgreichste Kongresslocation weiter ausbauen, heißt es.

Herzstück soll das lichtdurchflutete, begrünte öffentliche Atrium werden, in dem neben lokaler Bäckerei eine Galerie und ein „Inkubator“ für Start-ups vorgesehen sind. Abgerundet wird das Konzept durch einen öffentlich zugänglichen Park und Recreation Area am Ufer des Neuköllner Schifffahrtskanals. Auch ein Spielplatz sei geplant, wie es heißt.

In der 41. und 42. Etage befinden sich zukünftig Meeting und Private Dining-Rooms, in der 43. und 44. Etage ein "Farm to Table"-Restaurant, das die Produkte ohne Zwischenhändler direkt vom Erzeuger bezieht. Hierfür wurde sogar ein alter Bauernhof in Brandenburg erworben, der künftig einen Großteil der Nahrungsmittel liefern soll.
Weiteres Highlight ist die Skybar im obersten Stockwerk, die mit Außenterrasse einen einzigartigen Blick auf Berlin bietet. Diese oberen vier Etagen sind auch als flexible Eventfläche vorgesehen und bieten die höchste und außergewöhnlichste Eventlocation Deutschlands.

Auch Nachhaltigkeit ist ein Thema. So haben die Architekten Barkow Leibinger eine Fassade mit Finnen entworfen, die an die Sonneneinstrahlungen vor Ort angepasst wurden, so dass sich die Räume während des Sommers weniger aufheizen. Neben begrünten Dächern mit Photovoltaikanlagen mit E.ON Business Solutions und der RTWH Aachen ein Energiekonzept entwickelt, das für Maxim Streletzki ein Meilenstein ist: „Wir planen ein Energieversorgungskonzept mit Hilfe von Wasserstoff. Wenn das alles so funktioniert, wie das Forschungsteam und wir es uns vorstellen, könnte das als Blaupause für andere Projekte dienen."

Für den Innenausbau werden regionale Hölzer und recycelte Materialien verwendet, über die Hälfte der Stellflächen des Parkhauses sind für Fahrräder vorgesehen und auf dem Außengelände sollen Wildblumen wachsen. Das Bauwerk selbst strebt die Zertifizierung mit LEED® Gold (Leadership in Energy and Environmental Design) an.

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