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darmstadtium: Bilanz 2018

Photo: darmstadtium

Nach Aussagen des Wissenschafts- und Kongresszentrums darmstadtium war das vergangene Wirtschaftsjahr äußerst erfolgreich: Mit der Durchführung von 291 Veranstaltungen und 151.000 registrierten Gästen konnte im Geschäftsjahr 2018 der Umsatzrekord von 5,79 Mio. EUR (+5,5 % gegenüber 2017) erreicht werden. Der operative Gewinn habe gegenüber dem Vorjahr verfünffacht werden können. Infolgedessen sei auch die Wettbewerbsfähigkeit des darmstadtiums durch gezielte Investitionen mit einem Volumen von 0,65 Mio. EUR in die technische Infrastruktur weiter gestärkt worden.

Der Ausgleichsbetrag für den Kapitaldienst der Wissenschaftsstadt Darmstadt habe sich gegenüber 2017 um weitere 0,075 Mio. EUR auf 3,075 Mio. EUR reduziert. Auch sei erreicht werden, dass der unterjährige Umsatzverlauf nur noch in den Ferienmonaten August und Dezember auf ein sehr verhaltenes Niveau absinkt. Diese Monate würden zudem genutzt, um schwerpunktmäßig notwendige Wartungs- und Reparaturmaßnahmen durchzuführen, so dass ein dauerhaft stabiler Veranstaltungsbetrieb in den veranstaltungsintensiven Monaten sichergestellt werden könne.

Bei konstanten Besucherzahlen sei die Anzahl der Veranstaltungen im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr zwar um ca. 20 Prozent gesunken, das Volumen und die Dauer vieler Veranstaltungen seien aber umfassender gewesen, sodass der Umsatz insgesamt wieder gesteigert werden konnte. Diese Umsatzentwicklung habe das darmstadtium auch in die Lage versetzt, die Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Veranstaltungsbranche weiter zu festigen, indem über 0,65 Mio EUR vordringlich in die technische Infrastruktur investiert wurde. So sei die komplette IT-Infrastruktur erneuert und gezielt in die Bereiche Wärmeschutz, Projektions-, Ton- und Lichttechnik investiert worden. Damit sei nicht nur dem Alleinstellungsmerkmal, einer den Kundenbedürfnissen angepassten Konnektivität, Rechnung getragen worden, sondern es konnte auch auf Kundenwünsche eingegangen werden, um die neueste Lasertechnik im Bereich der Bildprojektion anzubieten.

Zu den großformatigen Veranstaltungen im Jahr 2018 gehörten unter anderem die Curious Future Insights Konferenz, die Autodesk University, das Bundesfinale von Jugend forscht, Drupal Europe und der Vertriebsmanagementkongress. Auch bekannte Messeformate wie hobit, konaktiva und die Deutschen HiFi-Tage fanden sich wieder im Veranstaltungskalender des darmstadtiums. Besonderes Highlight war das internationale Symposium „Gewaltlosigkeit ist der Weg“ mit dem Dalai Lama sowie den Friedensnobelpreisträgern Rebecca Johnson und Lech Wałęsa.

Der Aufsichtsrat, bestehend aus Vertretern der Technischen Universität Darmstadt und der Wissenschaftsstadt Darmstadt, honoriert die positive Entwicklung des Darmstädter Wissenschafts- und Kongresszentrums. „Wir sind hocherfreut, dass es dem Team des darmstadtiums erneut gelungen ist, in einem sich verdichtenden Wettbewerb, wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen. Das abgeschlossene Redesign der digitalen Infrastruktur des Kongresszentrums wird ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Zukunft sein. Es ist kein Zufall, dass in der Digitalstadt Darmstadt mit dem darm-stadtium das Kongresszentrum steht, dass der Vorreiter beim Megatrend Konnektivität in der Kongressbranche ist,“ so der Aufsichtsratsvorsitzende Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Auch 2019 warten diverse Veranstaltungen: Darunter große Kongresse wie der Deutsche Verwaltungsgerichtstag, die wissenschaftliche Konferenz Eurocrypt und die DG PARO Jahrestagung. Trotz des Geschäftsergebnisses aus dem Jahr 2018 im Rücken, blicke man auf das kommende Jahr jedoch nur verhalten. Der Buchungsstand für 2019 liegt aktuell unter dem Vorjahresniveau, was maßgeblich auf ein halbes Dutzend unerwarteter und bereits vertraglich fixierter Stornierungen bzw. zeitlicher Verschiebungen zurückzuführen sei. Da dieser zu kompensierende Umsatzverlust für das Jahr 2019 erst zum Ende des abgelaufenen Wirtschaftsjahres bekannt wurde, bleibe es im weiteren Jahresverlauf oberstes Ziel, diese durch gezielte Akquisitionen zumindest ansatzweise weiter auszugleichen. Folglich sollte von einer erstmals seit fünf Jahren stattfindenden Umsatzreduktion für das Gesamtjahr 2019 ausgegangen werden.

Zudem gelte es, für 2019 die Kostenseite noch fokussierter im Blick zu behalten und damit die Strate-gien zur weiteren Optimierung der Kostenstrukturen konsequent fortzusetzen. Trotz des zu erwartenden leichten Umsatzrückgangs werden 2020 wieder steigende Veranstaltungserlöse erwartet.

Seit der Eröffnung des darmstadtiums sind 11 Jahre vergangen. Die Aufwendungen für die Instandhaltung von Gebäude und Betriebsvorrichtungen werden in den Folgejahren voraussichtlich weiter ansteigen und annähernd 20% der Umsatzerlöse betragen. Infolgedessen existiere ein Masterplan für anstehende Investitionen, der kontinuierlich fortgeschrieben und weiterentwickelt wird.

Im jüngst erschienen statistischen Report der ICCA (International Congress and Convention Association) wird Darmstadt im Marktsegment internationale Verbandstagungen auf Platz 13 im Vergleich der deutschen Städte aufgeführt. Europaweit liegt Darmstadt zwar nur auf Platz 132, damit aber noch vor attraktiven europäischen Tagungsdestinationen wie Montreux, Palma de Mallorca oder Salzburg.

 

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