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DB: Service-Offensive im Fernverkehr

Gegen die vielen Verspätungen im Fernverkehr wegen des überlasteten Schienennetzes und zahlreicher Baustellen kann die Bahn momentan wenig ausrichten. Um wenigstens den Service an Bord zu verbessern, stellt der DB-Konzern kurzfristig rund 1.000 neue Mitarbeiter ein.

Die Bahn stellt kurzfristig 1.000 neue Service-Mitarbeiter ein. Foto: Deutsche Bahn

Wie die Deutsche Bahn ankündigt, werden in den kommenden Monaten 750 neue Zugbegleiter und Service-Mitarbeiter in der Bordgastronomie der ICE- und IC-Züge die Arbeit aufnehmen, dazu kommen 100 neue Gästebetreuer in den Zügen. Zusätzliche 130 Service-Kräfte sollen Reisenden in großen Bahnhöfen helfen.

„Wir sind mit unserer Pünktlichkeit nicht zufrieden, deshalb setzen wir jetzt dort an, wo wir schnell einen Schritt auf unsere Fahrgäste zugehen können: mehr Personal an Bord unserer Züge und an den Bahnhöfen“, sagt Fernverkehrsvorstand Michael Peterson. „Unsere Reisenden im Fernverkehr werden ab sofort mehr persönliche Ansprechpartner und mehr persönlichen Service vorfinden.“

Längere Umsteigezeiten eingeplant

Um den Bahnreisenden angesichts der angespannten Betriebslage Stress zu ersparen, passt die Bahn außerdem die Umsteigezeiten in den Reiseplänen an. „Damit Anschlusszüge zuverlässiger erreicht werden, achten wir in den Fahrplanmedien ab sofort auf eine großzügigere Umsteigezeit“, so Peterson. Das betreffe 800 Verbindungen.

Die Bahn verwies darauf, dass zusätzlich zu den Betriebsproblemen die Nachfrage stark gestiegen sei. Demnach seien noch nie so viele Menschen so viele Kilometer ICE und Intercity gefahren wie in den vergangenen drei Monaten. Der DB zufolge stieg die Verkehrsleistung gegenüber dem Rekordjahr 2019 noch einmal um rund drei Prozent an. Auch der internationale Reiseverkehr habe sich im ersten Halbjahr dieses Jahres fast verdoppelt. Durch neue ICE-Züge soll das Sitzplatzangebot bis zum Jahresende noch einmal um 13.000 erhöht werden.

Thomas Riebesehl

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