Anbieter

Lächelnde Fische

// Christian Boergen

Singen mit Song Division im Montreux Music & Convention Centre Photo: CIM/Christian Boergen

Urs Eberhard, Vize-CEO von Schweiz Tourismus Photo: CIM/Christian Boergen

Sarah Duignan, Leiterin Internationale Kundenbeziehungen, STR Photo: CIM/Christian Boergen

Tolle Location: das Château de Chillon Photo: CIM/Christian Boergen

Schauplatz des GME 2019: das Fairmont Le Montreux Palace Photo: CIM/Christian Boergen

Montreux. Erst zehn Jahre jung, ist der GME seit drei Jahren eine exklusive Accor-Veranstaltung. In Montreux überzeugt der Konzern neben seiner Markenvielfalt auch kulinarisch. Seit zwei Jahren verzichtet Accor zugunsten seines Global Meeting Exchanges (GME) auf die IBTM World. „Bei Messen geht es ums Netzwerken, hier machen wir Geschäfte“, lobt Agathe Fabron, Accors Vice President Business Travel & Meetings & Events.

Der GME 2019 findet mit 280 Teilnehmern vom 26. bis 30. März im Fairmont Le Montreux Palace statt, die knapp 2.900 Einzelgespräche führen. Der Hotelkonzern präsentiert 130 ausgewählten Planern, ein Fünftel davon Firmenkunden, sein MICE-Angebot. Durch den Wandel vom Hoteleigentümer zum -betreiber hat Accor insbesondere im Luxussegment stark zugelegt: Waren es vor fünf Jahren noch 12 Marken, sind es heute 38.

„In unseren Seen lächeln die Fische, denn unser Wasser hat überall Trinkwasser-Qualität und steckt voller Minerale.“ Urs Eberhard, Vize-CEO von Schweiz Tourismus präsentiert ein „unglaublich nachhaltiges Land voller Kontraste“ mit vielen Bildern. Seine Botschaft: „Meeting in der Schweiz auf höherem Niveau“, untermauert er mit dem Hinweis auf moderne Konferenzzentren, durchweg mit Tageslicht.

„Haltet Kurs, es geht weiter aufwärts, obwohl volatile Märkte den Aufschwung bremsen“, kommentiert Dr. Gerard Lyons die Lage der Weltwirtschaft: „Schweiß, Inspiration und Urbanisierung sind die Treiber“, argumentiert der Senior Economic Advisor bei Parker Fitzgerald. Die Arbeitslosigkeit sinke dramatisch, die Inflation sei gering und die Wirtschaft wachse vor allem in neuen Märkten: „Wächst China um 6,5 Prozent, entspricht das der gesamten niederländischen Wirtschaft“, weiß Lyons. Der Brexit-Fan verweist darauf, dass selbst das „No Deal“-Szenario der Bank von England von einem Aufschwung ausgehe.

„In Europa fahren die Raten Achterbahn, während die Nachfrage wächst“, berichtet Sarah Duignan, Head of International Client Relations bei STR, gestützt auf Daten von 63.000 Hotels weltweit. Der Nahe Osten leide unter dem Konflikt der Emirate und Saudis mit Katar. In Prozenten lägen die Raten dort bei minus 5 und die Auslastung sei auf 64,6 gefallen. „Ich hoffe, der Scheich hat einen Plan“, kommentiert die Expertin Dubais riesige Expo-Zimmerkapazitäten. Zuwächse sieht Duignan lediglich in Beirut (+3) und Jeddah (+8). Als „Heiße Märkte“ nennt sie Amsterdam, Brüssel, Budapest, Hongkong und Peking. In den USA seien die Gruppenraten in Houston, Nashville und Phoenix besonders gut und in Washington D.C. „dank Mr. Trump“ dramatisch gefallen.

Unterhaltsam gestaltet sich das gemeinsame Singen auf der Bühne des Montreux Music & Convention Centres (2m2c), angeleitet von Song Division, den Pionieren der interaktiven Musik. Motown wird als Musikstil gewählt, dann komponiert, Ergebnis:
„We all believe our hotels are unique.
We innovate, we are magnifique.
We alwalys think outside the box.
That`s why GME really rocks.“
Mittelalterlich geht es abends im Château de Chillon aus dem 12. Jahrhundert zu, wo die Fairmont-Küche im Beisein von Gauklern und Feuerspuckern ihr Können schmackhaft präsentiert. Beim Galaabend im Zeichen des Montreux Jazz Festivals glänzt dessen CEO Mathieu Jaton mit Anekdoten und Livevideos. Er erinnert daran, dass David Bowie und Freddy Mercury in Montreux wohnten und, wie sein Vorgänger Deep Purple einen Welthit bescherte: Als 1971 das Kasino niederbrannte, wo die Band ein Album aufnehmen wollte, komponierten die Musiker „Smoke on the water“. Claude Nobs ermutigte sie, das Stück zu veröffentlichen. Accor verdoppelt die 10,656 Euro Erlös der stillen Auktion einer Westkanada-Reise und weiterer Preise zugunsten von EVAM, eines Heims für junge Geflüchtete, der indischen Hope-Stiftung sowie des brasilianischen Sozialprojekts Unibes.

 

Das könnte Sie auch interessieren...