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Messe Wien feiert 100-jähriges Bestehen

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Die Rotunde, Wahrzeichen der 2021 gegründeten Wiener Messe; Foto: RX

Das Südportal 1939; Foto: RX

Das frühere Messerestaurant; Foto: RX

Das neue Foyer A; Foto: Reed Exhibitions/David Faber

Der heutige Eingang A; Foto: Reed Exhibitions/David Faber

Das Gelände der Weltausstellung 1873; Quelle: Aquarell, Franz Alt/RX

Vor 100 Jahren, im Herbst 1921, begann mit der ersten „Wiener Internationale Messe“ eine Erfolgsgeschichte, die dazu beitrug, Wien als wichtigen Kongress- und Messestandort in Europa zu positionieren.

Der Grundstein für die Messe Wien wurde aber bereits 1873 gelegt, als Wien Austragungsort der ersten Weltausstellung im deutschsprachigen Raum war. Für das internationale Großereignis entstand im Wiener Prater ein riesiges Ausstellungsareal, dessen architektonischer Höhepunkt die legendäre Rotunde war – ein 84 Meter hoher Kuppelbau mit einem Durchmesser von 108 Metern, damals die größte Kuppel der Welt.

Nach der Expo war das Areal ein Forum für neue Entwicklungen, bahnbrechende Ideen und progressives Denken. Wer seiner Zeit voraus war, kam um das Praterareal nicht herum. Vor allem 1883, als die „Internationale Elektrische Ausstellung“ stattfand, um zu zeigen, was mit den Mitteln der Elektrizität alles möglich ist. Aber auch Kongresse wie der „1. International Ornithological Congress“ (1884) und der „1. Weltkongress der International Union of Forest Research Organizations“ (1893) gingen hier über die Bühne.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Messeausschuss neu konstituiert. Die offizielle Geburtsstunde der Wiener Messe, wie sie heute existiert, folgte im Herbst 1921 mit der ersten „Wiener Internationale Messe“. Dafür wurde die Rotunde entsprechend adaptiert. Wien war wieder stolze Messestadt. Doch 1937 kam es zum Unglück. Ein Großbrand zerstörte die Rotunde bis auf die Grundmauern. Unter dem Nazi-Regime entstand daher die neue Südhalle mit dem pompösen Südportal. Während des Zweiten Weltkriegs fanden auf dem Gelände jährliche Herbstmessen statt.

Trotz Zerstörung des Geländes im Krieg wurde bereits im Herbst 1946 die erste „Wiener Messe“ als Nachkriegsmesse eröffnet. Damit wurde der Grundstein für den Neustart der beliebten Frühjahrs- und Herbstmessen gelegt, die bis in die 1970er Jahre veranstaltet wurden.

In den Folgejahren wurde die Messe privatisiert, dann wieder von der Stadt zurückerworben. Seit 2001 ist Reed Exhibitions Wien exklusiver Betreiber des Wiener Messegeländes. Anfang 2004 ging das neue Wiener Messe- und Kongresszentrum in Betrieb. Seit 2008 verfügt das Messe Wien Exhibition & Congress Center über eine eigene U-Bahnstation der Linie U2.

Im Zuge der Pandemie verwandelte sich das Messe Wien Exhibition & Congress Center 2020 in eine medizinische Betreuungseinrichtung, in eine Massenteststraße und in eine Impfstraße.

Mit der ebenso entstandenen Notwendigkeit, Veranstaltungen online oder hybrid abzuhalten, wurden 2020 weitere digitale Konzepte etabliert und ein Broadcast-Studio für Kongresse und Fachtagungen eingerichtet.

Darüber hinaus wurde mit dem Tochterunternehmen STANDout ein virtueller Site Visit der Messe Wien Exhibition & Congress Center umgesetzt. Digital begleitet durch das Team der Messe Wien können die Hallen und Räumlichkeiten mit unterschiedlichen Bestuhlungsformen und Settings besichtigt werden.

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