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Motel One: Hart getroffen, aber optimistisch

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Motel One Römer in Frankfurt, Foto: Motel One

Die Hotelgruppe mit 74 Häusern hat das erste Halbjahr 2020 mit hohen Verlusten abgeschlossen. Nachdem die Umsätze ab März eingebrochen seien, habe man im zweiten Quartal 2020 erstmals in der Firmengeschichte einen Verlust hinnehmen müssen.

Das erste Halbjahr 2020 schließt Motel One mit einer Auslastung von 31 Prozent ab (Vorjahr 75 Prozent) und einem Umsatz von 120 Millionen Euro (Vj. 267 Millionen). Das EBITDA lag bei -14 Millionen Euro (Vj. 83 Millionen).

Das strikte Kostenmanagement der vergangenen Monate habe dennoch zu einem positiven EBITDAR von 44 Millionen Euro (Vj. 144 Millionen) geführt. Nach Zinsen, Abschreibungen und Steuern verzeichnet die Hotelgruppe nach einem Plus im Vorjahr insgesamt einenVerlust von 51 Millionen Euro.

Für die zweite Phase der Krise sieht man sich aber mit einer Cashreserve von 204 Millionen Euro gut gerüstet. Seit Mitte Juni sind alle 74 Hotels wieder geöffnet, in Großbritannien noch mit Einschränkungen. Die wieder steigenden Auslastungen und das Feedback der Gäste stimmten optimistisch, heißt es. Dennoch müsse man davon ausgehen, dass bis mindestens Mitte nächsten Jahres weitere Verluste und Liquiditätsabflüsse zu verkraften seien.

Mit dem neuen Hygienekonzept „Motel One Health & Care“ will man einen sicheren Aufenthalt garantieren, unter anderem durch Schulungen der Mitarbeiter, technische Vernebelung zur Virenbekämpfung und Desinfektion in hoher Frequenz. Audits aller Hotels wurden durch das SGS Institut Fresenius durchgeführt.

Profitieren könnte die Hotelgruppe vom Trend zum Deutschland-Urlaub. Inspiration dazu sollen eigens konzipierte Roadtrips liefern. Sie enthalten neben klassischen Sehenswürdigkeiten auch regionale oder saisonale Highlights und Insidertipps.

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