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Polen: Familienschloss bei Bromberg wird Boutique-Hotel

Foto: Palac Komierowo

Foto: Palac Komierowo

In der polnischen Geschichte spielte das Schloss Komierowo, etwa 40 Kilometer von der Metropole Bydgoszcz (Bromberg) entfernt, eine wichtige Rolle. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Familiengeschichte von Schloss und Gut Komierowo jäh unterbrochen. Der letzte Besitzer, Tomasz Komierowski, kam 1939 in den ersten Tagen des deutschen Angriffs auf Polen ums Leben; im Palast wurden später von den deutschen Besatzern polnische Bürger interniert.

Erst 1997 konnte sie das heruntergekommene Anwesen vom polnischen Staat zurückkaufen. Jahre später begann Agnieszka Komierowska-Ziomek zusammen mit ihrem Vater, die Anlage zu erneuern und in ein Hotel zu verwandeln. Sämtliche Mittel für die Renovierung trug die Unternehmerfamilie aus eigener Tasche.

Entstanden ist ein schmuckes Schlosshotel mit 16 Zimmern, die sich im Schloss selbst und dem ehemaligen Wirtschaftsgebäude befinden, ebenso wie der Wellness-Bereich mit Sauna. Der 120 Quadratmeter große Veranstaltungssaal mit Blick auf den Park befindet sich im Schloss selbst.

Der historische Park entstand seit dem 17. Jahrhundert rund um das Schlösschen, das 1670 auf den Ruinen eines Vorgängerbaus errichtet wurde. Die ältesten Eichen zählen mehr als 500 Jahre und wurden zu jener Zeit gepflanzt, da die Familie Bossuta sich nach dem Ortsnamen Komierowski umbenannte. 

Seine heutige Form als romantischer Landschaftspark im englischen Stil erhielt er Ende des 19. Jahrhunderts. Er passt sich harmonisch in die umliegenden Wälder ein. 
Besonders stolz ist Agnieszka Komierowska-Ziomek auf das kulinarische Angebot: Küchenchef Łukasz Stankiewicz lege großen Wert auf frische regionale Produkte, sagt sie. Eine besondere Spezialität sei der Komierowo-Käse, den er selbst zubereite. 

Seine Kochkunst konnte Stankiewicz zuletzt im Luxushotel Sheraton in Sopot (Zoppot) unter Beweis stellen. Das Nachwuchstalent verarbeitet gerne fangfrischen Fisch aus den gutseigenen Fischteichen. Sie wurden im Zuge der Revitalisierung der Anlage ebenso wiederhergestellt wie der Gemüsegarten, aus dem ein Großteil der verwendeten Zutaten für die Speisen stammen.

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