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Renovierte Liederhalle öffnet als Impfzentrum

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Foyer der renovierten Liederhalle; Foto: Florian Selig

Foto: Florian Selig

Foto: Florian Selig

Während einer 18-monatigen Schließung ist die Stuttgarter Liederhalle grundlegend renoviert worden. Doch wiedereröffnet wird die beliebte Location nicht Musik- und Show-Veranstaltungen. Vielmehr hat das benachbarte Klinikum Stuttgart in den Räumen ein zentrales Coroma-Impfzentrum eingerichtet.

Im Mittelpunkt der Sanierung standen der Brandschutz, die Gebäudeleit- und Netzwerktechnik sowie die Bühnen- und Veranstaltungstechnik. „27 Jahre Dauerbetrieb haben in den Veranstaltungssälen und -räumen einfach ihre Spuren hinterlassen“, heißt es.

Das 1991 durch den Anbau des Kongressbereiches zum Kultur- und Kongresszentrum erweiterte Konzerthaus Liederhalle war damals nicht für die Nutzung ausgelegt, die heutige Kongressveranstaltungen erfordern. Die großzügigen Foyers vor den Sälen dienten früher ausschließlich zur Abgabe der Garderobe, als Aufenthaltsfläche in den Pausen oder für die Bewirtung der Gäste.

Über die Jahre wurde das Foyer aber immer mehr zur Veranstaltungsfläche, mit Messen oder Info-Ständen. Dazu mussten Brandschutz und Fluchtwege angepasst werden.

Seit Juli 2019 waren der Hegel- und der Schiller-Saal sowie alle Tagungsräume geschlossen. Nur der Betrieb im denkmalgeschützten Konzertbereich lief weiter.

Mit der Sanierung, die nach Abschluss aller Arbeiten auf rund 30 Millionen Euro geschätzt wird, habe man nun die Voraussetzung für Events der Zukunft geschaffen, heißt es, mit einer umfangreichen Datenverwaltung und einem sicheren Datenmanagement.

Ein weiterer Vorteil der Sanierung: Hinter den Kulissen entstand mehr Raum für Kunden und Veranstalter. So wurde der Backstage-Bereich im Hegel-Saal deutlich vergrößert. Für Event-Produktionen oder Versammlungen stehen nun zusätzliche Räume zur Verfügung, die durch bewegliche Raumteiler für unterschiedliche Arbeitsbereiche, für Büros oder für den Aufenthalt der Künstler und Mitarbeiter oder ganz profan für mehr Lagermöglichkeit genutzt werden können.

Auch optisch erhielt der Kongressbereich unter Federführung der asp-Architekten GmbH aus Stuttgart ein neues Outfit. Die Decken wurden in einem dunklen, eleganten Blauton gestrichen und die Raumkanten betont und aufgehellt. Ein neues Besucherleitsystem, eine große LED-Videowand am Haupteingang, sowie der Einbau von Holzelementen an den Bars, den Treppenaufgängen und dem Toilettenbereich sind sichtbare Zeichen im Kongressbereich für ein moderneres Ambiente.

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