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Zeche Zollverein bekommt Design-Hotel

Die Professoren Hans-Peter Noll und Heinrich Theodor Grütter, Foto: Jochen Tack/Stiftung Zollverein

Besucher auf der Zeche, Foto: Zollverein

Die Stiftung Zollverein, Betreiberin des Unesco-Welterbes Zeche Zollverein in Essen, hat sich für die kommenden Jahre die weitere Ansiedlung von Unternehmen zum Ziel gesetzt. Es sollen gleichzeitig die Verbindungen in die umliegenden Stadtquartiere gestärkt und die touristische Infrastruktur ausgebaut werden. Zudem soll es neue Impulse in der Vermittlung, die Qualifizierung der kulturellen Bespielung sowie das Veranstaltungsprogramm auf Zollverein im Rahmen des Bauhaus-Jubiläums geben.

Darüber haben die beiden Generalmanager aus dem Vorstand der Stiftung, die Professoren Hans-Peter Noll und Heinrich Theodor Grütter, informiert. 

So soll in Sichtweite des markanten Doppelbocks 2020 ein neues Informationszentrum als zentrale Anlaufstelle im touristischen Kern des Welterbes in Betrieb gehen. Bereits im Juni 2019 soll im Quartier 1/2/8 der Neubau eines Design-Hotels der Hotelgruppe „Hotel Friends“ eröffnen. Damit werde ein wichtiger Schritt für Zollverein vollzogen, heißt es – zum einen als Tourismusstandort und zum anderen als Tagungs- und Kongressstandort. Das Richtfest für das neue 67-Zimmer-Hotel findet am 7. März 2019 statt.

Ebenfalls im Sommer 2019 startet die neue Gastronomie The Mine in der bislang noch ungenutzten zweigeschossigen denkmalgeschützten Halle 4. Das Restaurant solle hinsichtlich der Preisstruktur vor allem Besucher und Touristen, insbesondere Familien, Reisegruppen, Schulklassen sowie Anwohner und Beschäftigte auf Zollverein ansprechen, wie es heißt.

Um die Parksituation zu verbessern, ist Anfang Februar im Quartier Kokerei ein neues Parkdeck in Betrieb gegangen. Es kann von Mitarbeitern benachbarter Unternehmen ebenso genutzt werden wie von Gästen der Veranstaltungshalle Grand Hall Zollverein.

Die vor über 30 Jahren stillgelegte Zeche und Kokerei Zollverein ist seit 2001 Unesco-Welterbe und gilt heute als eine Ikone des Industriezeitalters. Sie ist gleichzeitig touristische Attraktion, Wirtschaftsstandort, Bildungscampus sowie ein wachsendes Kraftwerk der Kreativindustrie. 

Mit 260.000 zahlenden Besuchern im Ruhr Museum und rund 155.000 zahlenden Gästen bei den Zollverein-Führungen durch Zeche und Kokerei sei das Jahr 2018 das besucherstärkste seit der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 gewesen.

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