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Alles übertroffen

// Christian Boergen

Mehr als nur Skifahren: Interlaken lädt zum Tagen zwischen Tradition und Moderne. Ganze 6.000 Einwohner und ebenso viele Gästebetten in 60 Hotels zählt der Ferienort.

Auditorium des Swiss Economic Forums (SEF) im Kursaal Interlaken, Photo: SEF 2018

Interlaken Congress & Events (IC&E) mit Jetboat Interlaken auf dem Brienzersee, Photo: Interlaken Congress & Events

Victoria-Jungfrau Grand Hotel & Spa, Photo: Victoria-Jungfrau Grand Hotel & Spa

Gipfel. Was für ein Panorama! Interlaken steht im Zeichen des Dreigestirns Eiger, Mönch und Jungfrau. Das Weltnaturerbe der schneebedeckten 4.000er-Gipfel in den Berner Alpen erklärte das Unesco-Komitee 2001 zur „landschaftlichen Besonderheit der Superlative“. Alte Holzhäuser und Parks säumen beide Ufer der Aare, die durch den Urlaubsort fließt. In einem langgezogenen, schmalen Tal zwischen dem smaragdgrünen Thuner- und dem Brienzersee gelegen, bietet Interlaken vielfältige Möglichkeiten für Tagungen, Incentives und Teambuilding. Angeführt vom Kongresszentrum Kursaal Interlaken, lädt die Gemeinde zum Tagen ein, „wo Tradition auf Moderne trifft“.

Vom Europakongress 2018 in Interlaken schwärmt Martin Peterer, Präsident von Intercoiffure Suisse, Chef eines Damen- und Herrensalons in Wil, noch heute. Alle vier Jahre veranstalte das exklusive Netzwerk von Elitefriseuren aus dem „DACHL“ – Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg – seinen Europakongress in einem anderen Land. „Mit 1.000 Teilnehmern aus 29 Ländern, darunter viele aus Asien, war das praktisch ein Weltkongress.“ Nach Baden-Baden, Luxemburg und Salzburg hat Interlaken für Peterer „alles übertroffen: Interlaken hat das bestens gemacht. Wegen der gelungenen Präsentation wurden sogar die Weltsitzungen von Paris nach Interlaken verlegt.“

Besonderes Lob spendet der Präsident der „hervorragenden Organisation“ durch Camilla Struben von Interlaken Congress. Mit seinen barocken Räumlichkeiten sowie dem Park an der Aare biete das Kongresszentrum „hervorragende Möglichkeiten“. Für ein Dinner auf dem Thuner See mieteten die Intercoiffure drei Schiffe: „Das war ein tolles Erlebnis. Die Jungfrau präsentierte sich in reiner Luft und schönstem Glanz. Wir hatten Bilderbuch-Wetter im September und sind sieben Tage in Sommerkleidern herumgelaufen. Unsere Delegierten haben sämtliche Berge bestiegen“, berichtet Peterer. Neben Sitzungen zu Finanzen und Mode sowie Auszeichnungen waren über zehn Länder mit zwölf Frisurenshows Teil des Intercoiffure-Kongresses.

Erstes Haus am Platz ist das 5-Sterne-Superior-Victoria-Jungfrau Grand Hotel & Spa mit 216 Zimmern und Suiten. „Wir verfeinern Ihr Business-Event mit hochstehender Kulinarik und einer Prise Vitalität,“ erläutert der für MICE verantwortliche Benjamin Josi. Für Kongresse im Kursaal Interlaken richtet das Grand Hotel Galadinner mit Unterhaltung und Tanz aus. Stolze 22 Veranstaltungsräume für 12 bis 400 Personen stehen im Victoria-Jungfrau zur Auswahl. Hinzu kommt das 5.500 qm große Spa Nescens mit Schwimmhalle, Solebad, Whirlpools, Saunalandschaft, Massagen und Gym.
Jungfrau, Mönch und Eiger heißen die Meetingräume im 1908 errichteten 4-Sterne-Superior Hotel Royal Saint Georges mit 98 Zimmern. Highlight ist der Ballsaal „Les Miroirs“ für bis zu 150 Personen. Das von Karim Abid geleitete, zu Sofitels MGallery Collection zählende Haus vereint historischen Charme mit zeitgemäßem Komfort.
„Sie wollen neben modernen Seminar- und Bankettsälen die beste Aussicht auf Interlaken und die Bergwelt? Dann sind Sie im Hotel Metropole genau richtig,“ wirbt Anja Lösche, Leiterin Marketing & Veranstaltungen. Das 4-Sterne-Hotel im Zentrum offeriert acht Räume für bis zu 200 Personen. Von seinen 96 Zimmern verfügen 84 über Balkons mit freier Sicht auf die Jungfrau. Gäste der anderen können den Blick aus dem Panoramarestaurant Top o’Met im 18. Stock genießen.

Als Alternativen eignen sich zwei 4-Sterne-Superior-Hotels mit Meetingräumen direkt am Thunersee: das Deltapark Vitalresort in Spiez sowie das Congress Hotel Seepark in Thun.
Süßes. Interlakens Funky Chocolate Club wurde im November 2014 eröffnet. Leidenschaftlich liebt das Team um Tatiana Sharp Schweizer Schokolade und teilt die Geheimnisse ihrer Herstellung mit Gästen aus aller Welt. Stets mit dem Ziel, „so viel Spaß wie möglich zu haben“, wird nach dem Motto „all you can eat“ probiert, was das Zeug hält. Wie echte Connoisseure, lernen auch Firmengruppen, verschiedene Arten, Qualitäten und Kakaoanteile zu unterscheiden. Workshops zum Schokoladenmachen offeriert der Funky Chocolate Club ebenfalls. Dabei steht das richtige Temperieren im Mittelpunkt. Dafür wird die Schokolade zunächst gekühlt, wodurch ein Nukleus aus Fettsäure-Kristallen entsteht, um den sich relativ stabile Gitterstrukturen bilden. Eigene Meisterwerke entstehen im Rahmen kreativitätsfördernder Dekorier-Workshops.
Bei Rugenbräu ist die von Fabienne Hanselmann geleitete „Gnuss-Wält“ Ausgangs- und Endpunkt zweistündiger Führungen mit Verkosten des aromatischen Bieres. Die Brauerei, seit über 150 Jahren in Familienbesitz, destilliert auch Hochprozentiges. Swiss Mountain Single Malt Whisky sowie der neue Swiss Crystal Gin werden dort gebrannt. Bereitwillig geben die Brau- und Brennmeister Einblick in den Produktionsprozess. Ganze Geschenkkörbe können in der Gnuss-Wält erworben werden.

Von April bis Oktober bietet das Freilichtmuseum Ballenberg mit angegliedertem Kurszentrum eine Erlebnisalternative. Über 100 historische Gebäude aus allen Teilen der Schweiz wurden ab- und auf dem Ballenberg bei Brienz wiederaufgebaut. Alte Handwerke wie Schmieden, Flechten oder Weben präsentiert das Museum live. Gruppen werden Genuss- und Aktivprogramme angeboten, etwa Brotbacken, Kräutertee-Mischen oder Holzkühe schnitzen und bemalen.

Nachhaltigkeit wird in Interlaken großgeschrieben. Gäste sind zu Fuß meist rasch am Ziel. Als bereits 2003 mit dem Energiestadt-Label ausgezeichnetem Mitglied der Alpine Pearls ist der Ferienort optimal per Bahn und Fernbus erreichbar. Neben Elektro-Rädern und -Autos sind Hybridbusse im Einsatz. Mit der Gästekarte Interlaken können Delegierte Busse und Züge kostenfrei nutzen.
 

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