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Bestens vernetzt

// Johanna Müdicken

Mit seiner Vielseitigkeit begeistert Bern PlanerInnen aus aller Welt. Als renommierter Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort ist die Schweizer Bundesstadt gefragter Austragungsort nationaler und internationaler Medizinkongresse.

Vernetzte Wissenschaft im Gebäude der Sitem-insel, dem ersten nationalen Kompetenzzentrum für Translationale Medizin und Unternehmertum; Photo: Sitem-insel

Kompetent. Ob Bildung, Life-Science, Nachhaltigkeit, Finance, digitale Vernetzung oder Sport – zahlreiche innovative Kompetenzfelder zeichnen Bern aus. Knapp 2.500 Hotelzimmer und die problemlose Erreichbarkeit via Auto, Flugzeug oder Zug bieten optimale Voraussetzungen für Delegierte. Ein besonderes Extra: Hotelgäste profitieren ab der ersten Übernachtung in einem Beherbergungsbetrieb innerhalb der Stadt vom kostenlosen „Bern Ticket“, das freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Bern und der näheren Umgebung garantiert. So geht es von der Unterkunft per Bus oder Bahn schnell zu einer der nächsten Veranstaltungsstätten, die vielseitiger nicht sein könnten. Der ISO 14001-zertifizierte Kursaal Bern bietet ein Kongresszentrum mit 30 multifunktionalen Räumen und Platz für 1.500 Personen sowie ein Livestream-Studio für digitale Events. Zum Komplex gehören außerdem drei Restaurants, eine Cocktail Bar, das Grand Casino Bern und das 4-Sterne-Swissôtel. Im Stadion Wankdorf, dem Austragungsort des als „Wunder von Bern“ bekannten Finales der Fußball-WM 1954, sind neben Sportveranstaltungen und Konzerten dank eines 4.000 qm großen Kongressbereichs Zusammenkünfte von zehn bis 1.150 Personen möglich. Und wer beim Tagen die fantastische Aussicht auf die umliegenden Alpen genießen will, hält seine Konferenz mit bis zu 800 Personen im Gastronomie- und Eventbetrieb
Gurten auf dem Berner Hausberg ab.

Der Status als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort macht Bern zum beliebten Austragungsort wissenschaftlicher Kongresse und Konferenzen. Über 170 Forschungsinstitute in den Bereichen Nachhaltigkeit, Medizin, Materie und Universum, interkulturelles Wissen und Politik haben hier ihren Sitz. „Bern zeichnet sich nicht nur als Bundesstadt und politisches Zentrum aus, hier wird auch wirtschaftliche Innovation und Aufbruchstimmung großgeschrieben“, betont das Team des Bern Convention Bureau. Aufgrund der hohen Anzahl an Firmen, Forschungsinstitutionen und Verbänden, die sich durch ihre erstklassige Expertise auszeichnen, werden die einzelnen Branchen zu Clustern zusammengefasst. Damit soll auch die Vernetzung untereinander sowie die Ansiedlung neuer Unternehmen im jeweiligen Sektor gefördert werden. Starke Kompetenzfelder in Bern sind in
den Bereichen Medizin und Life Science, Öffentliche Verwaltung und Bildung, Energie und Umwelt, Finance und Digital Impact Network zu finden. „Wer auf der Suche nach interessanten ökonomischen Systemen ist, in denen von hoher Fachkompetenz, der geeigneten Infrastruktur und der Möglichkeit von Besuchen vor Ort profitiert werden kann, ist in der Destination Bern genau richtig.“ Das Bern Convention Bureau vernetzt Interessierte mit den unterschiedlichen AkteurInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, um Konferenzen für Bern zu entwickeln oder zu akquirieren.

Eine Vorreiterrolle nimmt Bern besonders in den Bereichen Medizin und Life-Science ein. Hier findet sich unter anderem mit dem Inselspital das größte Universitätsspital der Schweiz, die Universität Bern zählt gemeinsam mit der medizinischen Fakultät zu den Top 200 der besten Hochschulen weltweit. Im Bereich Veterinärmedizin gehört Bern zu den führenden Institutionen Europas. Als national und international anerkannter Standort für Forschung und Lehre im Bereich Gesundheit und Medizin finden in Bern somit regelmäßig Veranstaltungen in den Bereichen Medizin und Life-Science statt. Namhafte ReferentInnen für die Kongresse finden sich genug: Über 102.000 Personen in knapp 9.000 Firmen und Institutionen in und um Bern sind in den Bereichen Medizin und Life-Science tätig. Darunter finden sich die Biotechnologiefirma CSL Behring, das Center for Biomedical
Engineering Research ARTORG, das Medizintechnik-Unternehmen Ypsomed oder der Verband der Schweizer Medizintechnik Swiss Medtech.

Ein starkes Zeichen setzt auch Sitem-insel, das erste nationale Kompetenzzentrum fur Translationale Medizin und Unternehmertum. Getragen
von der öffentlichen Hand, der Wissenschaft und Industrie, fördert sitem-insel Produkte aus der industriellen Entwicklung und Grundlagenforschung, damit sie schnell fur die klinische Anwendung zugelassen werden. Partner wie die Inselgruppe, die Universität Bern, CSL Behring oder das Diabetes Center Bern betreiben in Siteminsel unterschiedliche Plattformen. Durch die räumliche Nähe der verschiedenen Parteien können Prozesse effizienter und kürzer gestaltet werden. Forschung und Privatwirtschaft rücken somit näher zusammen. Erst Anfang November hat der vor einem Jahr gegründete Sitem StartUp Club (SSC) zudem den Sitem MedTech HUB eröffnet: Der Hub soll Jungunternehmen im MedTech-Bereich Zugang zu bezahlbaren Räumlichkeiten und einem umfassenden Coachingprogramm ermöglichen. Ein weiterer Meilenstein für den Medizinstandort Bern.
„Die Stadt Bern ist ein attraktiver Standort für Kongresse, dank der idealen Lage direkt an der Sprachgrenze zwischen der deutschen und französischen Schweiz“, weiß Prof. em. Dr. Daniel Buser, Verwaltungsratspräsident der Sitem-insel. Der ehemalige Leiter der Zahnmedizinischen
Kliniken in Bern ist Gründer des PCOs BCO, das auf die Organisation und Durchführung von Kongressen, Symposien, Fortbildungskursen und anderen Veranstaltungen für wissenschaftliche und akademische Gruppen sowie nationale und internationale Verbände spezialisiert ist. „Dies ist besonders bei medizinischen Kongressen von großer Bedeutung, um bei nationalen Kongressen Teilnehmende aus beiden Sprachgruppen  anzuziehen. Zudem verfügt Bern mit dem Kursaal Bern und Bernexpo über erstklassige Kongresslokalitäten, welche zentral in einer der schönsten Städte Europas gelegen sind und über eine topmoderne audiovisuelle Infrastruktur auf LED-Basis verfügen.“ So sind für die kommenden Jahre bereits etliche Konferenzen aus dem Bereich Medizin und Life-Science gesetzt. Für den 25. und 26. März 2022 sind die Nutridays geplant, der Jahreskongress der Ernährung und Diätetik. Auch der Swiss Hearing Day, der Swiss Oncology & Hematology Congress oder die MDR & IVDR Konferenz des Schweizer Medizintechnikverbands stehen für 2022 bereits fest.

Alle Veranstaltungen werden in den Hallen der Messe Bernexpo stattfinden, die ausreichend Platz für Großevents bietet. Mit der Neuen Festhalle, die ab 2022 für 87. Mio Euro auf dem Expo-Gelände entsteht, werden diese Kapazitäten bald noch einmal erweitert. Die Multifunktionshalle soll dank ihrer modernen und modularen Infrastruktur auf vielfältige Veranstaltungsformen und Messeformate der Zukunft ausgerichtet sein. Zudem wird sie ohne den Einsatz fossiler Energieträger betrieben. „Mit über 22 variablen Räumen auf 41.000 qm und der Neuen Festhalle Bern mit Platz für weitere 8.500 Personen ab 2024 ist die Bernexpo ideal gerüstet für große (Welt-)kongresse und Symposien“, betont Ingrid Walker. „Das in den letzten Jahren deutlich gesteigerte Hotelangebot, die direkten Verkehrsanschlüsse, gepaart mit dem traditionellen Flair der Schweizer Bundeshauptstadt mit unzähligen Rahmenprogrammen, machen Bern zu einer perfekten Kulisse für Veranstaltungen, auf die wir bei der Bernexpo
stolz sind.“ Die Leiterin Kongresse & Events bei Bernexpo ist von der Strahlkraft der Schweizer Bundesstadt als Kongressstandort überzeugt:
„Bern gilt bereits jetzt als wissenschaftliche und medizinische Hochburg, die mit dieser Dichte europaweit seinesgleichen sucht – nun möchten wir auch nationales und internationales Fachpublikum vom idealen Standort Bern überzeugen.“ Johanna Müdicken

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