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Tourismusverein M-V warnt vor Pleitewelle

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"Es droht erneut ein Lockdown bis zum Sommer, wenn hier kein sofortiger Richtungswechsel in der Coronapolitik stattfindet“ befürchtet Oliver Roeber, Vorsitzender des Tourismusverein M-V. „Erst kommt die Mutantenpanik, dann der Megalockdown mit neuem Namen. Selbst wenn sich die Mutante als relativ harmlos erweist, wird es keine oder spätere Lockerungen geben“ merkt Roeber an und verweist dabei auf die Erfahrungen mit dem Delta Lockdown aus dem letzten Frühjahr.

Screenshot: www.tourismusverein-mv.de

Viele Unternehmer in Deutschland seien einfach resigniert, perspektivlos oder schon Pleite, was die Statistiken für das Jahr 2021 zeigten. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass Mecklenburg Vorpommern mit 2G Plus wieder einmal bundesweit die strengsten Coronaregeln für Hotels und Restaurants hat“ reklamiert Matthias Schubert, Gastronom und Unternehmer aus Zingst, „diese überzogenen 2G Plus Regelungen haben das gesamte Weihnachtsgeschäft ruiniert, während in Hamburg oder Berlin mit 2G die Restaurants voll waren. Damit ist der wichtige Umsatzmonat Dezember verloren gegangen“, so der Gastronom Matthias Schubert.
 
Für 2022 fordert der Tourimusverein M-V deshalb mit einem 10 Punkte Plan einen Richtungswechsel in der Coronapolitik einzuleiten und die Menschen im Land wieder zusammenzuführen:

1) Schluss mit dem Panikmodus und Abkehr von der Null-Covid Strategie – neuer, konstruktiverer Umgang mit dem Infektionsgeschehen, Orientierung an Schweden, Dänemark oder der Schweiz, die Wirtschaft offen lassen  
 
2) Rückkehr zu wissenschaftlich basiertem Diskurs und Abwägungen, wir fordern Entscheidungen, die nicht nur das Worst-Case-Szenario als Grundlage haben
 
3) Runder Tisch über Maßnahmen - offener gesellschaftlichen Dialog und gemeinsame Entscheidung aller am wirtschaftlichen Geschehen Beteiligten in offenen und transparenten Gesprächsrunden

4) Maßnahmenpaket zur Stärkung des Gesundheitssektors und offene Diskussion über Zusammenhänge zwischen verfehlter Gesundheitspolitik (Kürzungen/Kosteneinsparungen) und Notlagen an den Kliniken
 
5) Sofortige Aufarbeitung des Intensivbettenskandals (Bundesrechnungshof) aus dem Jahr 2021 und Stopp der verfehlten Anreizpolitik Intensivbettenkapazitäten abzubauen bzw. betriebswirtschaftlich motiviert anzugleichen.
 
6.) Korrekte und transparente Erhebung und Kommunikation der aktuellen Coronadaten (Wer liegt  wo warum womit für wie lange in welchem Bett mit welchem Impfstatus)  
 
7) Task Force zur Überwindung der Spaltung in der Gesellschaft - Maßnahmen zur Generationenverständigung, denn die Maßnahmen treffen primär diejenigen, die noch erwerbstätig sind, die vulnerablen Gruppen sind eher nicht erwerbstätig.  
 
8) – Schluss mit der Angstdebatte und sofortige Diskussion zu Öffnungsperspektiven für die Tourismuswirtschaft
 
9) Kein 2G oder 2G-Plus - nur ein negativer Corona-Test hat wirklich Aussagekraft und Sicherheit, unabhängig vom Impfstatus – die kommunalen Kurverwaltungen und das Land müssen eine entsprechende Test-Infrastruktur gewährleisten

10) Verständliche Kommunikation der Ge- und Verbote - die Corona LVO MV ist ein unverständliches Ungetüm selbst für Menschen mit juristischen Kenntnissen.
 
Der neu gegründete Tourismusverein M-V versteht sich als eine Klammer für alle im Tourismus engagierten Menschen, wie etwa (Privat)-Vermieter, Gastronomen, Unternehmer und Kulturschaffende. Der Tourismus war vor Corona mit knapp 8 Mrd. Euro der wichtigste Wirtschaftszweig in Mecklenburg-Vorpommern. Die Vermieter von Ferienwohnungen, Gewerbetreibende und Kleinunternehmen haben daran einen Anteil von ca. 80 Prozent und bilden damit die Basis für den Tourismus von Mecklenburg-Vorpommern.

 

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