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HSMA: Vorstandsbrief zur Corona-Krise

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Lesen Sie hier den Brief der HSMA-Vorstände.

"Liebe Mitglieder*Innen der HSMA,
liebe Freunde,

niemand muss mehr darauf hingewiesen werden, dass unsere Branche und jeder Einzelne von uns sich in einer Ausnahmesituation befindet.
In den letzten Wochen haben wir miterleben müssen, wie sich eine zuerst lokale gesundheitliche Herausforderung zu einer globalen Krise entwickelt hat, welche im Ausrufen des vorläufigen Ausnahmezustandes durch die Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland und zahlreicher anderer Länder mündete. Derzeit erleben wir einschneidende Maßnahmen - privat wie beruflich.

Restaurants, Bars, Cafés und andere Vergnügungseinrichtungen haben vorgeschriebene Öffnungszeiten, strenge Auflagen oder müssen schließen. Hotels dürfen keine privaten reisenden Gäste mehr aufnehmen und der Einzelhandel ist bis auf wenige Ausnahmen komplett zum Erliegen gekommen. Diese Maßnahmen sind ohne Frage notwendig, doch treffen sie uns genauso unvermittelt wie hart. Laut einer aktuellen Erhebung von STR und Fairmas vom 16.03.2020 ist die Belegung der Hotels in Deutschland bereits um 36% und der Übernachtungsumsatz um 42% im Vergleich zum Jahr 2019 gesunken. Wir alle wissen, dass das noch lange nicht das Ende war. Die Belegung und damit einhergehend der Umsatz werden flächendeckend weiter zurückgehen.

Ganz gleich ob Restaurant, kleine Pension, mittelständiger Hotelbetrieb oder Hotelkette - ob Berater, Inhaber, Freiberufler, Angestellter oder ehrenamtlicher Verbandsvorstand - ob Touristiker, Gastronom oder Hotelier - uns alle einen die Sorgen rund um die Liquiditätssicherung unserer Unternehmen, die Aufrechterhaltung der Arbeitsplätze, Kurzarbeit, Betriebsschließungen und nicht zu vergessen, das Wohl unserer Lieben.  
Nie zuvor hat sich die Bundesrepublik in einer solchen Ausnahmesituation befunden. Selten reagierten die globalen Börsen so massiv auf Ereignisse und selten war der Gegner weniger sichtbar als in der jetzigen Zeit. Die Ungewissheit treibt uns alle um und leider ist niemand wirklich in der Lage, wird diese Ungewissheit zu nehmen.

Gerade in solchen Zeiten ist es daher umso wichtiger, dass die Menschen zusammenstehen. Das gilt auch für unsere Branche. Niemandem helfen Vorwürfe und Schuldzuweisungen weiter, denn niemand ist schuld an dieser Situation. Kurzsichtige Panikreaktionen sind und waren schon immer gefährlich. Wenngleich ein jeder von uns um seine ganz eigene Existenz kämpft, so darf niemand von uns vergessen, dass sein Handeln eine ganze Branche nachhaltig beeinflussen kann. Ratenverfall, Rabattschleuderei und das schiere Verramschen der Produkte wird keine langfristige Maßnahme zur Geschäftsabsicherung sein, jedoch die Branche und den Markt nachhaltig schädigen. Gleiches gilt auch für sämtliche Interessenvertretungen - gemeinsam sind wir stärker und können notwendige Maßnahmen lauter und mit mehr Nachdruck bei den zuständigen Stellen einfordern.

Im Rahmen unseres Bildungsauftrages als HSMA Deutschland e.V. werden wir weiterhin auf den Verbandsseiten und anderen Kanälen alle wichtige Informationen zum Thema Covid-19, den Maßnahmen zur Bekämpfung und Verweise auf mögliche Unterstützung in schwierigen Situationen bereitstellen. Wir durchforsten hierbei unter Hochdruck alle Publikationen und Seiten, um euch die relevantesten Informationen aus der Flut an Daten herauszusuchen. Ihr findet die Sammlung an Informationen unter www.hsma.de/knowledge/corona-virus. Diese Seite wird ständig von uns aktualisiert. Solltet ihr hierzu Anregungen und spannende und hilfreiche Beiträge parat haben, so nehmen wir diese dankend auf. Ihr habt sicher Verständnis dafür, dass wir als Verband nur wenig zu direkten Lösung des Virusproblems beitragen können, jedoch werden wir nicht müde, euch mit Wissen auf dem Laufenden zu halten. Parallel interessiert uns natürlich auch eure Meinung. Daher haben wir einen kurzen Fragebogen zusammengestellt - hier geht es zur Umfrage.

Wir werden in den kommenden Wochen die Expertenkreise einladen, die Folgen und möglichen Maßnahmen für die Post-Corona-Zeit zu erörtern - natürlich digital. Denn neben der Betrachtung der gegenwärtigen Situation, darf nicht außer Acht gelassen werden, wie ein jeder von uns - wie unsere Branche - nach dieser Zeit wieder durchstarten kann.

Abschließend appellieren auch wir an die Vernunft eines jeden Einzelnen, sich an die Anordnungen der Bundesregierung und der zuständigen Ämter zu halten und direkt soziale Kontakte einzuschränken, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, Zeit zu gewinnen und schlimmeres zu verhindern. Solidarität war selten zuvor so gefordert - achtet auf eure Familien, Freunde, Bekannte und Nachbarn.

Bleibt gesund und stark.

Eure Vorstände
Georg Ziegler und Zeèv Rosenberg
Und das gesamte Team der HSMA Deutschland e.V.
Anna Heuer, Sarah Dönnebrink, Markus Maier, Tobias Köhler, Christian Meissner und Lena Zahradnik"

 

 

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