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HSMA und VDVO: gebündelte Kräfte

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Um den jeweiligen Mitgliedern der beiden Verbände und der gesamten Veranstaltungsbranche bestmögliche und tagesaktuelle Informationen aufzubereiten, wird gemeinsam eine Übersicht zu den Verordnungen in Bezug auf Meetings, Konferenzen und Events erstellt.

Foto: Pixabay

Gemeinsam. Spätestens seit der letzten Pressekonferenz von Angela Merkel zur Bund-Länder-Einigung in Bezug auf die Corona-Maßnahmen wird deutlich, dass die Verantwortung zunehmend an die Länder abgegeben wird. Für die Ausgangslage, in der regional unterschiedliche Situationen in Bezug auf die Infektionsrisiken bestehen, kann der Föderalismus durchaus sinnvoll sein. Jedoch wird es zunehmend zu einer enormen Herausforderung, alle unterschiedlichen Verordnungen tagesaktuell im Auge zu behalten. Da dieses Dilemma Hoteliers und Veranstaltungsplaner gleichermaßen betrifft, haben sich die Hospitality Sales & Marketing Association (HSMA) und der Verband der Veranstaltungsorganisatoren (VDVO) darauf verständigt, die Kräfte im Sinne ihrer Mitglieder zu bündeln.

Auch nach Beendigung der letzten Bund-Länder-Konferenz stehen die Telefone nicht still. Verunsicherte Veranstaltungsplaner fragen: „Was wird nun mit meiner geplanten Tagung? Darf sie stattfinden oder nicht?“ Doch der VDVO, wie auch die HSMA, kann nicht mehr tun, als darauf zu verweisen, dass die Länder und zuständigen Behörden selbst erst einmal das Regelwerk erstellen und veröffentlichen müssen. „Es ist schon bitter“, sagt Bernd Fritzges, „die wichtige Aufklärungsarbeit wird mit einem großen Paukenschlag einfach auf uns abgeschoben. Das ist leider derzeit kein Miteinander mehr, sondern inkompetente Kommunikationspolitik“, ärgert sich der Vorstandsvorsitzender des Meeting- und Eventverbandes und bemängelt, dass die Politik mit den Verbänden der Veranstaltungsbranche nicht in den Dialog tritt.

Auf der anderen Seite weiß er jedoch auch woran das liegt. „In meinem letzten Brief an Herrn Altmaier habe ich deutlich gemacht, dass wir als Meeting- und Eventorganisatoren nicht der Bundesregierung einen Vorwurf für die bisher mangelnde Wahrnehmung machen dürfen, da wir lt. Bundesstatistikamt bis dato ja nicht mal stattgefunden haben. Das sollte vielleicht ein Learning aus der Krise sein. Aber inzwischen sollte auch im Bundeswirtschaftsministerium angekommen sein, dass alles rund um Veranstaltungen den ersten Knock-Out erleben musste, zu einem Zeitpunkt, als man in Bars noch feiern durfte“, so Fritzges.  

Seitens der HSMA Deutschland fügt Georg Ziegler hinzu:  „Ungeachtet jeglicher Schuldzuweisung sehen wir als Verband unsere Aufgabe darin, unternehmerisch nach vorn zu blicken und unseren Mitgliedern und weiteren Branchenteilnehmern relevante Informationen zur Verfügung zu stellen, um ihr Geschäft, wie bspw. die Durchführung von Veranstaltungen, erfolgreich wiederaufnehmen zu können und freuen uns, gemeinsam mit dem VDVO zusammen zu arbeiten.“

Um den jeweiligen Mitgliedern der beiden Verbände und der gesamten Veranstaltungsbranche bestmögliche und tagesaktuelle Informationen aufzubereiten, hat man sich darauf verständigt, eine Übersicht zu den Verordnungen in Bezug auf Meetings, Konferenzen und Events gemeinsam zu erstellen, um so die Informationen schneller und gebündelter zur Verfügung zu stellen. Hierbei werden die Verlinkungen zu den jeweilig geltenden Verordnungen aufgeführt sowie prägnant die wichtigsten Infos zu den Anforderungen der Durchführung von Veranstaltungen aufgelistet.

Das Dokument steht unter www.vdvo.de/coronavirus/verordnungen/ zum Download zur Verfügung. Darüber hinaus sind alle Branchenteilnehmer eingeladen neue Bekanntgaben ebenfalls an office(at)hsma.de oder info(at)vdvo.de mitzuteilen, damit die dynamische Übersicht stets aktuell gehalten wird.

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