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"Night of Light" hat emotionales Zeichen gesetzt

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Mit einem flammenden Appell richtete sich die Veranstaltungswirtschaft in der „Night of Light“ an Öffentlichkeit und Politik. Mehr als 8.000 Firmen und Tau-sende Soloselbständige der Branche hüllten bundesweit rund 9.000 Gebäude für alle sicht-bar in ein rotes Licht – als ein riesiges Monument und dringender Hilferuf, um die Branche vor dem Aus zu retten.

Night of Light. Über die einmalige Aktion „Night of Light“ berichteten bundesweit regionale wie überregionale Medien. Auch die Politik scheint die Botschaft verstanden zu haben und sicherte auf verschie-denen Ebenen ihre Solidarität zu: Vor Ort in Niedersachsen führte der VPLT erneut direkte Ge-spräche mit Vertretern aus Stadt und Land. So betonte Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay den wichtigen Wirtschaftsfaktor Veranstaltungswirtschaft: „Es gibt das Interesse, dass Veranstaltungen wieder stattfinden. Als Stadt werden wir das konstruktiv begleiten. Wir müs-sen sehr kreativ gucken, wie wir mit neuen Verordnungen umgehen können und alle Spiel-räume im Rahmen der Abstands- und Hygieneregelungen nutzen.“

Auch der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann sicherte seine volle Unter-stützung zu: Er betonte in einem dreißigminütigen Hintergrundgespräch mit Helge Leinemann, Vorstandsvorsitzender des VPLT, sowie Geschäftsführerin Linda Residovic: „Niedersachsen steht hinter dem Bereich Veranstaltungstechnik.” Sein Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung hat im Anschluss an das Gespräch bereits Kontakt mit dem VPLT aufgenommen. Die Behörde arbeitet aktuell an einer neuen Covid-Verordnung, die weniger restriktiv und detailliert sein soll und in die der VPLT sein Fachwissen zur Meinungsbildung einfließen lässt. Vergleichbar agierten zahlreiche Mitglieder ebenfalls erneut in ihrer Region mit Vertretern von Presse und Politik.

Denn der VPLT bleibt bei seiner klaren Forderung: „Wir brauchen dringend einen ‚Hilfsfonds‘ im Rahmen der von der Bundesregierung vorgeschlagenen ‚Überbrückungshilfen‘, um diese Krise zu überstehen“, so Helge Leinemann. „Zu kurz kommen die Großunternehmen in unse-rer Branche. Da diese in der Regel entscheidende und unmittelbare Auftraggeber für Soloselb-ständige sind, lässt sich gleichzeitig so auch deren Existenz nachhaltig sichern.“ Die jüngst veröffentlichte R.I.F.E.L.-Studie macht deutlich: Die Veranstaltungswirtschaft ist für die Ge-samtwirtschaft zentral bedeutend. Und den weitaus größten Teil ihrer Umsätze erwirtschaftet sie im Bereich der wirtschaftsbezogenen Veranstaltungen. In Bezug auf den Gesamtanteil liegt dieser Teilbereich mit 114 Milliarden Umsatz bei 88 Prozent. Etwa eine Million der insge-samt 1,5 Millionen Beschäftigten sind hier tätig.

Außerdem erzeugen diese Business-Events hohe Wertschöpfungseffekte in benachbarte Branchen: „Die Veranstaltungsbranche ist der Motor für viele andere Wirtschaftssektoren“, sagt Linda Residovic. „Jede einzelne Veranstaltung in Deutschland wirkt direkt auf die Zulie-ferindustrie und vor allem auf einzelne Sektoren in der nachgelagerten Lieferkette. Dazu ge-hören Hotellerie, Gastronomie, Messen, touristische Verkehrsträger, Reiseveranstalter und Logistik. Sie alle machen mit der Veranstaltungswirtschaft wesentliche Umsätze und sind di-rekt abhängig. Veranstaltungen im geschäftlichen Umfeld sind deshalb unverzichtbar für den Erfolg unserer gesamten Wirtschaft. Es macht keinen Sinn, einzelne Wirtschaftsbereiche sin-gulär zu retten. Wer die Wirtschaft retten will, muss die Veranstaltungswirtschaft retten.“

Folgen dieser engen Verflechtungen sind auch international bemerkbar: Deutschland ist weltweit Tagungsland Nummer 2 und Messeland Nummer 1. Bei den Teilnehmerzahlen von Business-Events ist das Land Nummer 3 auf der Welt.

Die Unternehmen der Veranstaltungswirtschaft benötigen außerdem eine Öffnungsperspek-tive. Deshalb arbeitet der VPLT zusammen mit seinen Mitgliedern, der Politik und anderen Teilnehmern der Wirtschaft weiter intensiv an einer Exitstrategie – sie soll ein baldiges Hoch-fahren der Veranstaltungswirtschaft ermöglichen.

Behörden genauso wie Veranstaltungsbetreiber benötigen detailliertes Fachwissen, wie sie zum Beispiel Abstands- und Hygieneregeln für Besucher künftig konsequent einhalten können und Risikofaktoren so kalkulieren, damit Events schnell wieder möglich sind und nicht zum Infektionstreiber werden. Hilfreich sind bei diesen Sachfragen unter anderem vom VPLT mit herausgearbeitete und spezielle Business-Cases. Jeweils individuell behandeln sie die unter-schiedlichen Events wie zum Beispiel Messen, Kongresse, Tagungen oder Weiterbildungen, mit hinterlegten Fakten und Zahlen immer angepasst an die unterschiedlichen Rahmenbedingungen. Ihre Lösungen können ebenfalls beschleunigen, dass die Veranstaltungswirtschaft schneller wieder hochfährt.

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