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„Alternative Eventformate sind stärker in den Fokus gerückt“

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Wie hat die Kölner Veranstaltungsbranche auf die Coronakrise reagiert? KölnTourismus-Chef Dr. Jürgen Amann und Cologne Convention Bureau-Leiterin Filiz Ük im Interview.

 

Photo: Udo Haake/KölnTourismus GmbH

Dr. Jürgen Amann, Photo: www.badurina.de

Filiz Ük, Photo: Axel Schulten

CIM: Wie haben Sie den Kölner MICE-Sektor in den letzten Wochen und Monaten erlebt?

Dr. Jürgen Amann: Die Veranstaltungsbranche war früh zum völligen Stillstand gelangt. Wir sind mit unseren Partnerinnen und Partnern in Kontakt geblieben, die teilweise in der Zeit des Lockdowns interessante Konzepte entwickelt haben. Dennoch ist die Lage nach wie vor dramatisch.  Nun sind seit dem 30. Mai Fachveranstaltungen wieder möglich und Köln ist bereit dafür. Die Branche hat sich gut darauf eingestellt und Konzepte hinsichtlich Sicherheit und Hygienevorschriften entwickelt. Als Unterstützung für die Akteure des MICE-Sektors in Köln sowie für Veranstaltungsplanende hat das CCB aus der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW eine Checkliste erarbeitet. Darüber hinaus hat KölnTourismus im Juli einen Workshop ausgerichtet, um gemeinsam mit wichtigen Stakeholdern den Geschäftsreisebereich für Köln zu stärken.

Welche Alternativen zu physischen Veranstaltungen bietet die Kölner MICE-Branche ihren Kunden an?

Filiz Ük: Im Zuge der Corona-Krise sind alternative Event-Formate stärker in den Fokus gerückt. Auf locations.koeln stellen wir Beispiele unserer Partnerinnen und Partner vor.
Wir erkennen, trotz derzeit verringerter Kundenanfragen, dass die Nachfrage nach virtuellen Angeboten, sowohl für Veranstaltungen als auch für begleitende Rahmenprogramme, da ist. Dies betrifft insbesondere Veranstaltungen, die aufgrund der Corona-Krise nicht physisch stattfinden konnten oder können und nun verschoben werden, virtuell durchgeführt werden müssen oder hybrid stattfinden sollen. Es werden zusätzlich für bereits geplante Veranstaltungen in 2020 neue Locations, die Corona-konform sind, gesucht. Veranstaltungen, die über 2021 hinaus geplant werden, werden derzeit noch wie vor der Corona-Krise geplant und es wird nur vereinzelt über digitale/hybride Komponenten nachgedacht, teilweise in Ergänzung.

Das Land NRW hat Lockerungen zur Durchführung von Veranstaltungen unter entsprechenden Voraussetzungen beschlossen. Wie geht Köln damit um?

Dr. Jürgen Amann: Die Lanxess Arena führt seit kurzem wieder Veranstaltungen durch, unter entsprechenden Bedingungen, zunächst mit 900 Personen. Die Koelnmesse hat ein entsprechendes Konzept zum Schutz der Kunden entwickelt, damit so bald wie möglich wieder Veranstaltungen starten können. Spannend ist, ob die Weihnachtsmärkte stattfinden werden und unter welchen Rahmenbedingungen. Die Entscheidung dafür müsste im Laufe des Sommers fallen, um frühzeitig mit der Organisation starten zu können.

Besten Dank, Herr Dr. Amann und Frau Ük! Johanna Müdicken

 

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