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Ars Electronica stockt Preisgelder auf

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Ars Electronica Home Delivery 2020; Foto: Ars Electronica/Robert Bauernhansl

Am heutigen Montag endet die Einreichungsfrist für den Prix Ars Electronica 2021, einen traditionsreichen Wettbewerb der internationalen Medienkunstszene. Angesichts der dramatischen Situation von Künstlern rund um den Globus haben sich die Macher des jährlich in Linz stattfindenden Ars Electronica Festivals entschieden, die Preise aufzustocken. „Wir haben uns kurzfristig dazu entschlossen, den Prix Ars Electronica 2021 noch höher zu dotieren und zusätzlich zu den 10.000 Euro, die an die Gewinner*innen der Goldenen Nicas gehen, auch für die insgesamt sechs ‚Awards of Distinction‘ je 3000 Euro auszubezahlen“, sagt Gerfried Stocker, künstlerischer Leiter des Festivals.

Dazu kommen noch zwei neue Wettbewerbe, die ebenfalls Preisgelder versprechen. „Erstmals haben wir heuer den mit 5.000 Euro dotierten ‚Isao Tomita Special Prize‘ ausgeschrieben und gemeinsam mit dem Österreichischen Außenministerium den mit 10.000 Euro dotierten ‚Award for Digital Humanity‘ initiiert“, sagt Stocker. Klappe es mit dem Hauptgewinn nicht, hätten die Teilnehmer*innen die Chance, ihr Projekt beim diesjährigen – wieder hybriden – Ars Electronica Festival im September präsentieren zu können, sagt Stocker.. „Wir werden alles daran setzen, möglichst viele Künstler*innen mit der Präsentation ihrer Arbeiten zu beauftragen.“

Die aktuelle Lage der Künstlerinnen und Künstler ist für Stocker besorgniserregend: „Ein stark sichtbarer Rückgang der Einreichungen und viele persönliche E-Mails zeigen, dass Künstler*innen überall in der Welt massiv unter Druck sind und einfach nicht die Möglichkeit haben, ihre Projekte umzusetzen oder fertigzustellen.“

Über Monate geschlossene Museen, verschobene Ausstellungen, abgesagte Festivals, unter- oder abgebrochene Residencies sowie unzureichende Hilfeleistungen seitens der Politik ziehen immer weitere Kreise. „Dramatisch ist dies nicht nur für die Künstler*innen selbst, dramatisch ist das für uns alle“, sagt Gerfried Stocker. Es drohe ein „dauerhaftes Wegbrechen der kritischen Reflexion unserer gesellschaftlichen Entwicklung.“

Die Ars Electronica selbst hat neue virtuelle und hybride Formate entwickelt: Das Linzer Festival wurde 2020 zum hybriden Event an 120 Locations in aller Welt und verschaffte hunderten Künstler*innen Aufträge und die Möglichkeit ihre Projekte zu zeigen. Mit „Ars Electronica Home Delivery“ wurde ein virtuelles und interaktives Format initiiert, das es vor allem auch hiesigen Künstler*innen ermöglicht, ganzjährig im Gespräch mit der Öffentlichkeit zu bleiben. Wichtig wie nie seien zudem Wettbewerbe, die einerseits Preisgelder versprechen und andererseits Zugang zu den so raren Bühnen eröffnen, heißt es.

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