Industrie

AUMA versteht Lockdown für Messen nicht

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Die Technikmesse IFA 2020 in Berlin; Foto: AUMA

Die deutsche Messewirtschaft respektiere grundsätzlich, dass viele Branchen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen müssten, sagt Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Messeverbands AUMA. Nicht verstehen könne man dagegen, dass  Messen „als einzige Business-orientierte Events“ vom neuerlichen Lockdown betroffen seien.

Unverständlich sei insbesondere, dass Messegelände als freizeitorientierte Einrichtungen bezeichnet würden, so Holtmeier. Dabei seien Messen zum Großteil Business-to-Business-Veranstaltungen. Und auch Publikumsmessen dienten in erster Linie dem Verkauf und der Kundeninformation.

Der im September begonnene Neustart der Messewirtschaft, von dem viele Branchen profitierten, werde nun wieder unterbrochen und erheblich verzögert, heißt es vom AUMA, weit über dem geplanten Stillstand von vier Wochen hinaus.

Von Seiten der Aussteller drohe ein Vertrauensverlust in die Planbarkeit von Messebeteiligungen, aber auch in die Entscheidungen der Politik. Der AUMA erwarte, dass Messen kurzfristig wieder aus dem Zusammenhang mit freizeitorientierten Einrichtungen und Veranstaltungen herausgenommen würden, spätestens bei der Überprüfung der aktuellen Beschlüsse Mitte November.

AUMA-Geschäftsführer Holtmeier: „Die deutsche Messewirtschaft braucht dringend Planungssicherheit, auch damit ihre internationale Bedeutung nicht beschädigt wird. Eine Gleichstellung von Messen mit dem Groß- und Einzelhandel ist mehr als berechtigt. Beides findet in ähnlich strukturierten Räumen statt und hat weitgehend identische Funktionen.“

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