Industrie

Dehoga fordert schnelles Geld und Perspektiven

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Guido Zöllick; Foto: Dehoga

Auch wenn es „sicher nicht dem Wunsch der Branche entspricht“, bringe die Verlängerung des Lockdowns für das Gastgewerbe immerhin Klarheit für den Jahreswechsel, heißt es vom Branchenverband Dehoga. Angesichts des „Totalausfalls“ von Weihnachts- und Neujahrsgeschäft nähmen Verzweiflung und Existenzängste in Hotellerie und Gastronomie allerdings weiter zu, sagt Dehoga-Präsident Guido Zöllick.

Er fordert daher, dass die beschlossenen Hilfen „kurzfristig und in ausreichendem Maße“ in allen Unternehmen ankommen müssen. Dazu gehören höhere Abschlagszahlungen. Für viele Betriebe seien die maximal 10.000 Euro in der mittlerweile fünften Lockdown-Woche lediglich „ein Tropfen auf den heißen Stein“. „Wir erwarten, dass jetzt höhere Abschlagszahlungen ermöglicht werden, so wie sie unter anderem die FDP und einige Wirtschafts- und Finanzminister der Länder ins Spiel gebracht haben“, fordert Zöllick.

Zudem müssten Gastronomie und Hotellerie, wenn sie über den 20. Dezember hinaus ein Sonderopfer für das Gemeinwohl erbringen, für die finanziellen Ausfälle auch weiterhin ausreichend entschädigt werden. Der Dehoga fordert daher, dass die für November und Dezember angekündigten Hilfen auch für die Verlängerung des Lockdowns weiter gezahlt werden. Anschließend müsse die Überbrückungshilfe III sinnvoll greifen.

Bekannt gewordene Details der Überbrückungshilfe III, wie z.B. die Heraufsetzung der maximalen monatlichen Fixkostenerstattungen von 50.000 auf 200.00 Euro seien zu begrüßen, so Zöllick. Es seien aber noch viel zu viele Fragen offen.

Gleichzeitig fordert der Dehoga Öffnungsperspektiven, welche „kurzfristig, konsequent und nachhaltig“ im Dialog zu erarbeitet werden müssten. Im Rahmen der Impfstrategie müssten auch Mitarbeiter und Unternehmer der Branche berücksichtigt werden, so Zöllick. Insbesondere bei Veranstaltungen müssten auch Schnelltests ermöglicht werden.

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