Industrie

Dehoga: Geteiltes Echo auf Abschlagszahlungen

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Die angekündigten Abschlagszahlungen auf die Corona-Novemberhilfe stoßen im Gastgewerbe laut Branchenverband Dehoga auf ein geteiltes Echo. „Die Abschlagszahlungen helfen den vielen kleinen Unternehmen der Branche, die im November 2019 zum Beispiel einen Umsatz von 20.000 Euro erwirtschaftet haben“, sagt Dehoga-Präsident Guido Zöllick.

Für etwa die Hälfte aller gastgewerblichen Betriebe seien 10.000 Euro „eine relevante Summe“. Für mittlere und größere Unternehmen seien sie dagegen zu gering, so Zöllick weiter: „Für einen Betrieb, der allein 70.000 Euro Fixkosten im Monat hat, ist eine Abschlagszahlung von 10.000 Euro nicht ausreichend.“

Pachten, Personal- und weitere Kosten stünden auch im November an, so der Dehoga-Präsident. Das Kurzarbeitergeld werde bekanntermaßen erst später erstattet. Und durch Beherbergungsverbote und Sperrzeiten-Regelungen im Oktober sowie die aktuelle Schließung der Betriebe seien die Liquiditätsengpässe „akut“. Umso wichtiger sei es jetzt, dass die Anträge schnell bearbeitet würden und die Novemberhilfe für alle Unternehmen spätestens Anfang Dezember komme.

Die Antragstellung für die mit dem Lockdown versprochene Entschädigung der finanziellen Ausfälle in Form der Novemberhilfe soll voraussichtlich ab 25. November 2020 möglich sein. Weil die Klärung der vielen Detailfragen aber noch nicht abgeschlossen ist, hat die Bundesregierung nun Abschlagszahlungen von bis zu 10.000 Euro für Unternehmen angekündigt.

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