Industrie

IG Messewesen fordert 2G auf allen Messen

// jb

In einem offenen Brief an alle deutschen Landesregierungen fordert die IG Messewesen die verpflichtende Einführung der 2G-Regel (geimpft, genesen) auf allen hiesigen Messen sowie die Verlängerung der Überbrückungshilfen über den 31. Dezember 2021 hinaus.

Die Corona-Situation im Herbst könnte schlechter nicht sein, heißt es von dem Branchennetzwerk, das rund 50 Betriebe und Solo-Selbständige der Messebranche vertritt. Vor diesem Hintergrund müsse auch das Marketing-Instrument Messen auf den Prüfstand gestellt werden.

Zur Begründung heißt es von der IG Messewesen:

1. Trotz geltender 3G-Regelungen steigen die Coronazahlen wieder rasant an. Internationale Besucher kämen nur auf deutsche Messen, wenn die dortige Infektionsgefahr nicht zu hoch sei, heißt es. Das lasse sich allerdings nur garantieren, wenn einzig Geimpfte und Genesene Zugang zu den Hallen erhielten. Ein „Weiter so“ gefährde die Weltführerschaft Deutschlands als Messestandort.

2. Mit dem Auslaufen der epidemischen Notlage von nationaler Tragweite am 25. November rückten Überbrückungshilfen vermutlich in die Zuständigkeit der Länder. Die Bundeshilfen laufen zum Jahresende aus. Ohne weitere Finanzspritzen könnten die Mitglieder der IG Messewesen ihre Umsatz-Ausfälle nicht verkraften.

Akut gefährdet seien neben dem Messewesen aber auch andere Branchen, heißt es weiter: „Der seidene Faden von Hoteliers und Gastronomen ist nicht dicker als unserer“, sagt der 1. Vorsitzende der IG Messewesen, Stefan Terkatz. „Es ist schwer vorzustellen, dass wir die vierte Corona-Welle ohne 2G bremsen können. Denn trotz wirksamer Impfstoffe sind die Inzidenzen und Intensivbettenbelegungen höher als im Vergleichszeitraum 2020.“ Man erwarte nun schnellstmöglich Antworten der Landesregierungen auf die prekäre Situation, so Terkatz.

Die IG Messewesen ist im Zuge der Corona-Pandemie gegründet worden. Initiatoren waren Ralph Ebben und Ricardo Ayensa. Weitere Gründungsmitglieder waren Miklos Szekeres, Matthias Albert und Stefan Terkatz. Die Corona-Krise sei letztendlich der Auslöser zur Gründung gewesen, heißt es, die Idee dahinter jedoch schon vorher geteilt.

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