Industrie

MFT EVVC: Mit kreativen Ideen die nächste Krise bewältigen

Auf ihrer Fachtagung in Dortmund diskutieren die Mitglieder des Europäischen Verbands der Veranstaltungs-Centren, wie sie die aktuellen Herausforderungen am besten meistern können.

Das Team des EVVC auf der Bühne des Kongress Centrums der Westfallenhallen Dortmund

Marion Schöne, Vizepräsidentin des EVVC und Geschäftsführerin des Olympiaparks München, bei der Begrüßung der 272 Teilnehmer der EVVC Fachtagung; Fotos: mg

Mit gemischten Gefühlen bei vielen TeilnehmerInnen ist gestern im Kongresszentrum der Dortmunder Westfalenhallen die diesjährige Management Fachtagung des EVVC gestartet. „Die eine Krise ist noch nicht vorbei, da ist die andere schon da“, gestand Marion Schöne, Vizepräsidentin des EVVC und Geschäftsführerin des Olympiaparks München während der Begrüßung und beschrieb damit perfekt die Stimmung der Branche.

Die positive Erkenntnis: Das Jahr 2022 habe gezeigt, dass sich die Menschen treffen wollen und dies auch tun – egal ob zur Unterhaltung oder geschäftlich. „Wir Menschen sind soziale Wesen und wollen gemeinsam Dinge erleben“, so Marion Schöne vor den 272 Teilnehmern der EVVC-Fachtagung.

Viele Fragezeichen für den Winter

Doch wie sollen Events, Konzerte, Meetings und Kongresse im Winter stattfinden, wenn die Rahmenbedingungen dafür noch nicht feststehen? Darum ging es nach einem faszinierenden Keynote-Vortag von Extremsportler Joe Kelly in einer zweistündigen Open-Space-Runde.

Bei diesem Format wird vorab nichts geplant – lediglich Flipcharts und Stehtische werden bereitgestellt. Die Teilnehmer schlagen vor Ort für sie wichtige Themen vor – und diskutieren diese dann in lockerer Runde mit interessierten Kollegen. Diese können von Tisch zu Tisch, von Flipchart zu Flipchart gehen und je nach Thema und Interesse mitdiskutieren oder einfach nur zuhören.

Viele Fragen, nicht immer gibt’s Antworten

Das Ergebnis waren in Dortmund sehr konkrete Themen, die die aktuelle Situation der Branche widerspiegeln. Das Erstaunliche: Mögliche neue Corona-Wellen waren beim Open-Space-Format überhaupt kein Thema. Stattdessen ging es unter anderem um folgende Fragen:

  • Wie reagiert man auf die Energiekrise und die jüngsten Verordnungen für öffentliche Gebäude?
  • Wie preist man steigende Energiekosten vorab ein?
  • Wie findet man externe Caterer?
  • Wie kann man bei Events Auf- und Abbau mit Reinigung kombinieren, um Kosten zu sparen?
  • Wer hat schon Erfahrungen mit Online-Vertriebsportalen für Tagungen?
  • Wie findet man neue MitarbeiterInnen, wie motiviert man KollegInnen, wie geht man mit Bremsern im Team um?

Thema Energie: Auch rechtliche Fragen

Vor allem das Thema Energie treibt die Veranstaltungsbranche um. So ist ungeklärt, wie man mit Altverträgen umgeht. Welche mögliche Preisdifferenz kann oder sollte in Neuverträge eingearbeitet werden? Welche Technik muss vorhanden sein, um eventuell eine veranstaltungsbezogene Abrechnung durchzuführen? Wie kann man die gestiegenen Kosten dem Kunden transparent darstellen?

Fertige Lösungen auf all diese Fragen gab es in Dortmund freilich nicht – wohl aber Lösungsansätze, Ideen und Vorschläge. Hinzu kommt der für die Branche typische Optimismus nach dem Motto „Wir überstehen auch diese Herausforderung“.

Deutlich wurde dies unter anderem am Gastgeber der Fachtagung, den Westfalenhallen Dortmund. Die haben gerade die Renovierung des Kongresszentrums hinter sich, wollen nun ihr Prunkstück Westfalenhalle auf Vordermann bringen und anschließend sogar ein neues Kongresszentrum bauen, kündigte Geschäftsführerin Sabine Loos während ihrer Rede an.

MFT EVVC: 2023 in München

Mit 272 TeilnehmerInnen war die Resonanz auf die traditionelle EVVC-Fachtagung stärker als im Vorjahr in Chemnitz, aber noch nicht wieder auf dem Niveau der MFT Mannheim 2019. Im kommenden Jahr wird die Management Fachtagung des EVVC in München stattfinden.

Weitere Fotos von der MFT EVVC finden Sie in unserer Bildergalerie.

Matthias Gürtler

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