Industrie

Tourismus Akademie: Wertvoller Partner der Landesregierung Ba-Wü

// CIM-Redaktion, ks

Jubiläum: Minister Guido Wolf würdigt persönlich die Arbeit der Tourismus Akademie Baden-Württemberg anlässlich der Feier zum 20. Geburtstag in Baiersbronn

Von Links: Jungmusiker Marcel Lemmer aus Horb am Flügel, Dr. Guido Glania (Hauptgeschäftsführer IHK Karlsruhe), Kimsy von Reischach, Hotelier Max Richard Freiherr von Rassler, Andreas Braun (TMBW), Zukunftsforscher Andreas Reiter aus Wien, Minister Guido Wolf, Martin Keppler (Hauptgeschäftsführer IHK Nordschwarzwald), IHK-Präsidentin Claudia Gläser, Dr. Dieter Salomon (Hauptgeschäftsführer IHK Südlicher Oberrhein), Tanja Traub (IHK Nordschwarzwald), Landrätin Dorothea Störr-Ritter (Aufsichtsratsvorsitzende Schwarzwald Tourismus), Matthias und Sebastian Finkbeiner (Traube Tonbach). Photo: k-w

Die Tourismus Akademie Baden-Württemberg hat sich seit ihrer Gründung in Freudenstadt vor 20 Jahren nicht nur eine Reputation erarbeitet, sondern ist für die Landesregierung auch ein wertvoller Partner geworden. Das sagte Tourismusminister Guido Wolf in Baiersbronn. In der Traube Tonbach stieß die Akademie mit über 80 Vertretern aus Tourismus, Wirtschaft, Politik sowie der Hotel- und Gastroszene auf den runden Geburtstag an. 

Die Drehscheibe für Information, Weiterbildung und Trends im Tourismus wurde 1999 von den Industrie- und Handelskammern des Landes sowie der Tourismus Marketing Baden-Württemberg (TMBW) gegründet, um in der Qualifizierung und Weiterbildung Impulse zu setzen, sagte Martin Keppler. Denn „Tourismus wird von Menschen geprägt.“ Mehr als 8.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich seitdem bei Kongressen, Tagungen, Seminaren und Lehrgängen inspirieren lassen, erinnerte der Hauptgeschäftsführer der IHK Nordschwarzwald an die zwei Jahrzehnte, in denen die Leidenschaft für das Gastgewerbe an die junge Generation weitergegeben wurde. 

Die Akademie habe den Blick für neue Zielgruppen geöffnet, sagte Keppler. Die Herausforderung der Zukunft liege freilich im technologischen Wandel, wobei Erfolg im Tourismus eng mit dem Servicegedanken und persönlichem Engagement verknüpft sei. Die Akademie, die bei der IHK in Freudenstadt angesiedelt ist, wird von Elke Schönborn geleitet. 

Das Netzwerk Tourismus Akademie habe „Wesentliches in Gang gebracht“, bestätigte auch Guido Wolf. Doch allzu oft stellten die touristischen Akteure im Land „ihr Licht unter den Scheffel“, betonte der Minister. Da werde es „höchste Zeit, dass noch viel mehr Menschen erfahren, was der Tourismus im Land leistet.“ Schließlich sei diese Branche ein erheblicher Wirtschaftsfaktor. Den Tourismus sehe er als „Chance für den ländlichen Raum“, denn ohne ihn gäbe es viele infrastrukturelle Errungenschaften nicht. Wolf ermunterte die Akteure, nicht nachzulassen: „Tourismus ist nur so gut wie die Menschen, die dahinterstehen.“ 

Wie man die Sehnsüchte der Gäste von morgen weckt, führte der renommierte Zukunftsforscher Andreas Reiter eindrucksvoll vor Augen. Physische und virtuelle Realität würden sich vermischen, die Arbeit verschmelze mit der Freizeit. Treiber neuer touristischer Märkte seien die Millenials, die nach digitalisierten, klimafreundlichen Produkten mit Mehrwert suchten. „Reisen ist das Sammeln künftiger Erinnerungen“, sagte Reiter, weshalb man Signale früh erkennen und Begehrlichkeiten wecken müsse. Alltag sei „cool“ im Zeitalter der Nostalgie und Heimat der neue Inbegriff der Destinationen. „Je jünger die Zielgruppe, desto höher sind die Erwartungen“, so der Zukunftsforscher. Der Urlaubsort müsse auf jeden Fall „instagramtauglich“ sein, denn man wolle die Welt ja an den Erlebnissen teilhaben lassen.

Dass die Horber Unternehmerin Claudia Gläser, Hotelier Max Richard Freiherr von Rassler und TMBW-Geschäftsführer Andreas Braun mit Moderatorin Kimsy von Reischach in einen Dialog über Weltoffenheit und Regionalität starteten, verdeutlichte die Symbiose zwischen Wirtschaft und Tourismus, deren Bedeutung Martin Keppler unterstrichen hatte. Gerade in heutiger Zeit, sei es wichtig, zu reisen, so die IHK-Präsidentin, um andere Länder zu erleben und den Wert des eigenen Umfeldes mehr zu schätzen. Im Umkehrschluss müssten sich die Deutschen als Gastgeber auf fremde Kulturen einlassen, waren sich von Rassler und Braun einig, der betonte: „Wir haben noch Luft nach oben.“

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