Industrie

Überbrückungshilfe verlängert, Reisebranche erleichtert

// jb

DRV-Präsident Norbert Fiebig; Foto: DRV

Der Deutsche Reiseverband (DRV) zeigt sich „erleichtert“, dass die Überbrückungshilfe III nun bis Ende September verlängert wurde. Damit könnten Reisebüros, Reiseveranstalter und die vielen anderen Unternehmen der Reisewirtschaft mit Umsatzeinbrüchen durch die Corona-Pandemie weiterhin große Teile ihrer Fixkosten ersetzt bekommen, heißt es vom DRV.

Allerdings übt der Verband gleich auch wieder Kritik: Die Corona-Pandemie sei für die Reisewirtschaft Ende September noch nicht vorbei, heißt es. Leider hätten sich diejenigen, die die Hilfen bis Ende des Jahres verlängern wollten, nicht durchsetzen können, sagt DRV-Präsident Norbert Fiebig.

„Es wäre wünschenswert gewesen, dieses Thema aus der Bundestagswahl herauszuhalten“, so Fiebig weiter. „Klar ist doch, dass die Corona-Pandemie im September noch nicht beendet sein wird und die wirtschaftliche Notlage der Reisewirtschaft auch nicht. Aller Voraussicht nach werden wir dieses Jahr mit etwa 40 Prozent des Umsatzes aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 abschließen können. Die Verluste aus den Jahren 2020 und 2021 bleiben also hoch. Hier sind Hilfen bis Ende des Jahres und höchstwahrscheinlich bis ins nächste Jahr hinein unerlässlich, um die Vielfalt unserer Urlaubswelt zu erhalten.“

Die neuen Regelungen: Die bisherigen Förderbedingungen werden in der Überbrückungshilfe III Plus beibehalten. Neu hinzu kommt die Restart-Prämie, mit der Unternehmen einen höheren Zuschuss zu den Personalkosten erhalten können. Das sei aus Sicht der Reisewirtschaft hilfreich und zu begrüßen.

Unternehmen, die im Zuge der Wiedereröffnung Personal aus der Kurzarbeit zurückholen, neu einstellen oder anderweitig die Beschäftigung erhöhen, erhalten nach Angaben des BMWi wahlweise zur bestehenden Personalkostenpauschale eine Personalkostenhilfe („Restart-Prämie“) als Zuschuss zu den dadurch steigenden Personalkosten. Sie erhalten auf die Differenz der tatsächlichen Personalkosten im Fördermonat Juli 2021 zu den Personalkosten im Mai 2021 einen Zuschuss von 60 Prozent. Im August beträgt laut BMWi der Zuschuss noch 40 Prozent und im September 20 Prozent. Nach September 2021 wird den Angaben zufolge kein Zuschuss mehr gewährt.

Das könnte Sie auch interessieren...