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27.04.2005 - IMEX: Alles schön!

"Ich besuche jede Menge Messen. Die IMEX ist eine sehr freundschaftliche", teilt ein Journalist zur Abschlusspressekonferenz seinen Eindruck. Der Kollege hat Recht: die Stimmung auf der dritten IMEX, The Worldwide Exhibition for Incentive Travel, Meetings and Events, war sehr gut. Dabei ist es gerade erst zwei Jahre her, als die Messe 2003 im Schatten von Sars, Irakkrieg und Rezession auf den Markt kam, erinnert sich IMEX-Chairman Ray Bloom. Es spräche für die Meetingindustrie, dass sie sich so schnell erhole, bemerkt er.

Vom 19. bis 21. April 2005 kamen ca. 3.000 Aussteller aus 140 Ländern aufs Messegelände Frankfurt und 7.130 Fachbesucher aus 97 Ländern, darunter 3.260 Hosted Buyer. Das entspricht 13 Prozent mehr Besuchern und 17 Prozent mehr Ausstellern. Erhöht hat sich auch die Qualität. "Wieder und wieder haben sich diese Woche Aussteller zur hohen Qualität der Einkäufer geäußert und deren Kaufabsichten", berichtet Bloom. "Bemerkenswert sind auch Enthusiasmus und Professionalität der neuen Aussteller".

Sie waren ein Grund, die IMEX von einer der modernsten Hallen Europas, der Halle 3, in die größere Halle 8 zu verlegen. Auf 15.000 qm haben alle Stände auf einer Ebene Platz, was die Wege verkürzte. "Der Umzug in Halle 8 hat sich als gute Entscheidung für jedermann erwiesen", weiß Lutz P. Vogt, Geschäftsführer des German Convention Bureaus, GCB. Und bestätigt Bloom: "Wir sind sehr zufrieden mit der diesjährigen IMEX und bekommen ein sehr positives Feedback von unseren Ausstellern. Sie sind alle hocherfreut über die Qualität der Besucher und das Business, das sie bringen."

Die IMEX - ein Muss?

Große Zustimmung kommt in der Tat vom Gros der 140 Aussteller am 1.200 qm großen Deutschlandstand. "Die IMEX 2005 war ein großer Erfolg. Das Interesse an Hamburg war sehr groß und wir haben viele qualifizierte und konkrete Anfragen bekommen", resümiert der neue Leiter des Hamburg Convention & Event Bureaus, HCEB, Marc Noelle. Dabei betont er die gute Qualität von Besuchern und Anfragen. Für ihn ist der Besuch der IMEX ein Muss, "um im Bereich Tagungen und Events auf sich aufmerksam zu machen". Nächstes Jahr wollen die Hamburger noch stärker präsentieren. Den nötigen Schub verleiht die WM 2006. Ihn nutzten die Deutsche Zentrale für Tourismus, DZT, und die Stadien, indem sie in Frankfurt unter dem Motto "voll am Ball" auftraten.

"Gute Leute, gute Kontakte, gute Anfragen und gute Vorbereitung", zieht auch Jochen Manninger der Historic Conference Centers of Europe, HCCE, positiv Bilanz. "Dienstag hatten wir eine Anfrage für die Central Hall Westminster in London und heute - zwei Tage später - kam die Buchung".

Überzeugt von der IMEX sind auch die Schweizer und Österreicher, schließlich ist Deutschland ihr wichtigster Markt, von wo fast jeder zweite Einkäufer anreiste. Anders die Nordamerikaner. Obwohl an den Ständen der USA im Gegensatz zu 2003 wieder mehr los war, und die niedrigen Dollar-Kurse in den USA und Kanada zu Meetings und Incentives einladen, sind die Meinungen gespalten. "Wir gehen demnächst vermutlich nur noch zur EIBTM", beschreibt Jens Rosenthal der Canadian Tourism Commission die Stimmung am Stand. Der Anteil der Fachbesucher aus Deutschland sei auf der IMEX zu hoch (2004: 48,5 Prozent), befindet ein kanadischer Aussteller, auf der EIBTM seien die Einkäufer internationaler.

Die Besucher untersteichen beim Vergleich beider Messen die wesentlich bessere Organisation in Frankfurt. Die IMEX ist für viele die "effizientere Messe". Bei den Ausstellern machen sie kaum Unterschiede aus - mal abgesehen von der Dimension des deutschen und des spanischen Stands. Genaueren Aufschluss gibt die Befragung "IMEX:EIBTM", die in CIM 3/2005 erscheinen wird.

Nicht nur aber auch als Unterscheidungsmerkmal dienen die IMEX-Initiativen. Am Associations Day nahmen 262 Veranstalter aus Verbänden teil, am Politicians' Forum 15 Regierungsvertreter und am Future Leaders Forum 150 Studenten. Auch hier war die Stimmung sehr gut, und die Wiedersehenfreude groß. Wir sehen uns: zur vierten IMEX vom 30. Mai bis 1. Juni 2006!

Kerstin Hoffmann, k.hoffmann@cim-publications.de


(Dieser Beitrag wurde fürs Internet editiert. Die komplette Version erscheint in CIM 3/05 ab 16. Juni.)

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