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ACB prämiert relevante Forschung für die Zukunft der Meeting Industrie

// CIM-Redaktion, ks

Ende Oktober 2019 hat das Austrian Convention Bureau (ACB) im Arcotel Kaiserwasser den Award für die Best Meeting Thesis Austria in den Kategorien Bachelor- und Masterarbeit verliehen. Prämiert worden sind die wissenschaftlichen Arbeiten zu den Themen Frauen sowie Artificial Intelligence (AI).

ACB-Präsident Stübe mit Preisträgerin Maria Doppler Photo: ACB

Wien. Jährlich zeichnet das ACB wissenschaftliche Leistungen im Bereich der Tagungsindustrie aus. Die Jury, aus ausgewählten Branchenexperten, beurteilte die wissenschaftlichen Arbeiten in einem Reviewing Verfahren im Vorfeld sowie anhand der Präsentationen vor Ort nach den Kriterien Relevanz und Qualität des Inhaltes für die Meeting Industrie. 2019 wurden jeweils fünf Bachelor- und Masterarbeiten, geschrieben an den Fachhochschulen FHWien der Wirtschaftskammer Wien, IMC Krems, Fachhochschule Salzburg und MCI Innsbruck, eingereicht, die eine vielseitige Themenlandschaft umfassten.

Der Bogen spannte sich von Marketing über Digitalisierung und Nachhaltigkeit bis hin zu gesellschaftspolitischen Problemstellungen. Dieser Award für Studierende treibt den Wissensfortschritt in der Kongress- und Tagungsindustrie voran und bietet jungen ForscherInnen nicht nur eine Bühne sondern auch die Möglichkeit ihre Arbeiten nachhaltig in der heimischen Tagungscommunity bekannt zu machen. Im Fokus der Veranstaltung steht auch der Aspekt des Netzwerkens.

Ziel ist es den potenziellen Nachwuchs und erfahrene Persönlichkeiten der österreichischen Kongress- und Tagungsindustrie zusammenzubringen, um ein Voneinander Lernen und gemeinsames Weiterentwickeln der Branchenzukunft zu ermöglichen, wie ACB-Präsident Gerhard Stübe in seiner Eröffnungsrede betonte: „Es ist ein ganz interessanter Aspekt, wenn man schon lange in der Branche ist und jedes Jahr aufs Neue von diesen bedeutungsvollen Begegnungen mit den Studierenden lernen darf. Es ist wichtig, dass sich junge kluge Köpfe Gedanken machen, wie die Zukunft unterstützt und vorangetrieben werden kann und Inhalte produzieren, die Relevanz haben.“ Dies geschieht bei der Best Meeting Thesis Austria Verleihung durch die Vorstellung der Forschungsergebnisse sowie einem intensiven Austausch auf Augenhöhe beim Business Speed Dating im Anschluss.

Siegerin in der Kategorie Bachelorarbeiten ist Maria Doppler. Sie befasste sich in ihrer Arbeit mit dem Thema Unterrepräsentation von Frauen und kam zu dem Schluss, dass deren Anzahl trotz kontinuierlicher Zunahme in den letzten Jahren, in allen Bereichen wie Moderation, Vortragende und Teilnehmende deutlich geringer ist. „Die Anwesenheit von zumindest einer Frau im Programmkomitee führte zu einem höheren Frauenanteil unter den eingeladenen SprecherInnen, aber spannend war auch zu sehen, wie sich unsere impliziten Bias tatsächlich in der Praxis auswirken können“, nennt sie als interessante Erkenntnisse.

Unter den Masterarbeiten ging der Titel Best Meeting Thesis Austria an Bianca Magnus. Sie untersuchte die Einflüsse von AI auf das Besuchserlebnis bei Veranstaltungen anhand einer Customer Journey und damit die Einsatzmöglichkeiten neuer Technologien auf Kongressen. Ihre Erfahrungen in der Eventbranche haben sie zu diesem Thema inspiriert, mit dem sie sich auch zukünftig auseinandersetzen will: „Der Tourismus und in weiterer Folge auch die Tagungs- und Eventbranche stellen eine der technologieintensivsten Industrien dar und durch die zahlreichen Berührungspunkte mit Besuchern, in jeder Phase der Customer Journey, ergeben sich endlose Möglichkeiten neue Erlebnisse zu schaffen und Prozesse zu vereinfachen.“

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