Industrie

Grenzen überschreiten – Das war die MPI EMEC 2019

Die MPI European Meetings & Events Conference fordert vom 9. bis 12. Februar 330 Besucher in Den Haag auf, die Spielregeln zu ändern. Es gilt, die eigenen Grenzen zu überschreiten.

Photo: Ramon van Jaarsveld – Clickshots

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Die Mission. Meeting Professionals International (MPI) kehrt zurück nach Europa, um Zeichen zu setzen. Zur jährlichen European Meetings & Events Conference (EMEC) 2019 treffen sich die europäischen Player der Veranstaltungsbranche mit dem amerikanischen Verband, um die Zukunft der Events zu gestalten. So definiert sich der Anspruch an die Besucher: „Wir sind nicht hier, um das Spiel zu spielen – Wir sind hier, um es zu verändern.“ Vier spannende Tage bieten Gelegenheit zum Austausch, zum Kreieren von neuen Ideen und zum gemeinsamen Anpacken von Herausforderungen. Das World Forum Den Haag ist Schauplatz und Treffpunkt für Ausflüge zu den zahlreichen Tagungsorten, die die „Stadt von Frieden und Recht“ zu bieten hat. Die Hälfte des EMEC-Programms findet außerhalb des Konferenzzentrums statt, ganz im Sinne des Mottos „über den Tellerrand schauen“.

Das Spiel. Nach einer feierlichen Begrüßung der Gäste im Louwman Automuseum ergibt sich die erste Gelegenheit, andere Teilnehmer kennenzulernen. Und somit beginnt das Spiel: Allein wird das Abendessen nicht gestattet; um den Burger oder den Salat bestellen zu dürfen, muss ein Partner oder gar eine ganze Gruppe mit gleichen Merkmalen, wie beispielsweise der Lieblingsfarbe, gefunden werden. Ein passender Auftakt um das Eis zu brechen, denn die nächsten drei Tage sind ohne Teamwork nicht zu meistern.

Das Programm besteht aus vier Pfaden: Risikomanagement, Design-Thinking, Führung und Meeting-Perspektiven. So beginnt bereits der Vortag des offiziellen Programms mit einer Auswahl an „Learning Journeys“ zu jedem Pfad. Thematisierte Ausflüge stellen den Teilnehmern die Eventlocations der Region vor. Die Idee dahinter ist, Herausforderungen mit anderen Augen zu betrachten. Somit führen die sieben Aktivitäten über die Grenzen unserer Branche hinaus: die Gäste erwartet mitunter ein Ausflug in den Zoo, in eine historische Konzerthalle und an den Strand. Den Abend rundet Daan Roosegaarde, niederländischer Künstler und Innovator, im Fokker Terminal mit einer inspirierenden Keynote und einprägsamen Worten ab: „Vielleicht fehlt es uns nicht an Geld oder Möglichkeiten, sondern an Vorstellungskraft?“. Wenige Minuten später finden sich die 330 Gäste in einem Escape-Room wieder. Plötzlich sind sie „Sherlocked“ – Während die Uhr tickt, müssen gemeinsam die Rätsel gelöst werden, um in die Freiheit zu gelangen.

Am Haupttag verspricht EMEC mit 16 Deep-Dive-Sessions zu den vier Überthemen jede Menge Aktion. Die heiklen Punkte Risikomanagement und Krisenbewältigung werden mit interaktiven Simulationen spielerisch angegangen. Auch hier steht Teamwork und Kommunikation an erster Stelle, um Gefahrensituationen zu beseitigen. Die Leadership-Sessions sind ganz den führenden Persönlichkeiten gewidmet und denjenigen, die es werden möchten. Die paralympische Snowboarderin Bibian Mentel inspiriert mit ihrer Erfolgsgeschichte. Die Design-Thinking-Sitzungen motivieren dazu, aus einfachen Ideen etwas Besonderes zu schaffen. Kim Myhre, Managing Director von MCI Experience, liefert Ideen und Anregungen dazu, wie das nächste Event unvergesslich wird. In den Meeting-Perspectives-Sessions liegt der Fokus ganz auf dem „Ich“: Die niederländische Schauspielerin Pauline de Wilde ermutigt die Teilnehmer der Sitzung „Spüre die Angst und tue es trotzdem“, über ihren Schatten zu springen und die eigenen Grenzen zu überschreiten. Denn wer die Zukunft der Events verändern möchte, muss erst einmal bei sich selbst beginnen.

Der Tag endet mit dem MPI Rendezvous bei einer tropischen Beach-Party im Hotel van Oranje am Strand von Noordwijk. Denn was könnte außergewöhnlicher sein, als im Februar bei 28 Grad im Pool zu plantschen?

Die Auswirkung. Am Dienstagmorgen bilden Irfan van Ewijk, Mitgründer von WooV & The “I” in ID&T, und Steve O'Malley, Geschäftsbereichsleiter von Maritz Travel, mit zwei feierlichen Keynotes den Abschluss. Das Thema ist die „Festivalisierung“ von Events. Die beiden Experten erklären, wie sich die Meeting-Branche ein Beispiel an Musikfestivals à la „Tomorrowland“ nehmen kann. Denn Musik, Erlebnis und Abenteuer garantieren ein begeistertes Publikum – was sich auch bei den tanzenden Zuschauern im World Forum zeigt. Diesen wird zum Schluss ein Auftrag mitgegeben: denn wie eine aktuelle Studie von Cvent zeigt, setzen nur knapp 38 Prozent der Teilnehmer einer Veranstaltung das Gelernte im Beruf wirklich um. Die Moderatoren Samme Allen und Roderik van Grieken bitten in ihrer letzten Ansprache alle Anwesenden, diese Resultate neu zu definieren. MPI EMEC 2019 nimmt mit spürbar gestiegener Inspiration ein Ende und adressiert nicht zuletzt jeden Einzelnen: Wirst du das Spiel verändern, und wenn ja – wie?

Die nächste MPI European Meetings & Events Conference findet voraussichtlich vom 9. bis 11. Februar 2020 in Seville, Spanien statt.

Julie Freeman

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