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Oslo ist Europas „Green Capital 2019“

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„Urban Gardening“ in Oslo: Stadtgärtner auf dem Hof Losæter mit den markanten „Barcode“-Gebäuden im Viertel Bjørvika im Hintergrund. Foto: Clare Keogh/Europakommisjonen/Oslo Green Capital

Da Lösungen für die drängendsten ökologischen Fragen der Zukunft in den Städten und für Städte entwickelt werden müssen, hat die Europäische Kommission den Titel „Umwelthauptstadt Europas“ (Green Capital) ins Leben gerufen. Mit diesem werden Städte ausgezeichnet, die sich vorbildlich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit engagieren. In diesem Jahr darf Norwegens Hauptstadt Oslo den Titel „European Green Capital 2019“ tragen. Der Grund dafür liegt im Engagement der Bevölkerung, der Stadtplaner und der Verwaltung für ein grünes Lebensgefühl auch im Zentrum der Stadt.

So haben zum Beispiel Maßnahmen wie die freie Nutzung von Busspuren für Elektroautos mit mindestens zwei Insassen oder der Wegfall der Citymaut für Stromer einen hohen Anteil an E-Mobilen ermöglicht. In der „Electric Vehicle Capital of the World“ haben schon jetzt 30 Prozent der verkauften Neuwagen einen Elektroantrieb. Der gezielte Ausbau des öffentlichen Nahverkehrssystems, die großflächige Umwandlung öffentlicher Räume in autofreie Zonen und ein umfangreiches Cityrad-Netz tragen ihren Teil zum Plan bei, die Emissionen im Osloer Stadtgebiet bis 2030 um 40 Prozent zu verringern.

Zudem bedeutet die Umwandlung der alten Osloer Hafenareale in moderne, energieeffiziente Wohn- und Kulturquartiere einen großen Sprung für die Lebensqualität der Stadt. Ein Vorzeigeprojekt in punkto Nachhaltigkeit liegt auch im Vulkan-Quartier am Fluss Akerselva. Dieses verfügt unter anderem über eine lokale Energiezentrale mit Geothermik-Brunnen, Gebäude mit Fassaden aus Solarpanelen sowie Null-Energie-Hotels. Ähnlich kreativ zeigten sich die Architekten des Osloer Flughafens Gardermoen, dessen neuestes Terminal nicht nur aus umweltfreundlichen Materialien besteht, sondern über Technik verfügt, die es unter anderem ermöglicht, das Gebäude während der warmen Sommermonate mit im Winter gesammeltem und deponiertem Schnee zu kühlen.

Ein gelungenes Beispiel für das Miteinander von Stadtplanung und Tierschutz sind künstliche Unterwasserriffe, die beim Bau des am Oslofjord gelegenen Stadtviertels Tjuvholmen gestaltet wurden und seitdem erfolgreich als Schutzräume für Fische und Schalentiere des Meeresarmes dienen. Auf der ersten so genannten Bienenautobahn der Welt, einer gezielt konzipierten „Flugroute“ zwischen blumenreichen Friedhöfen, Dachterrassen, Parks und Balkonen, können außerdem Bienen weite Teile der Stadt sicher passieren und Blüten und Pflanzen ungestört erreichen.

Im Rahmen der Green Capital 2019 finden in Oslo zahlreiche Veranstaltungen wie geführte Thementouren, Konferenzen, Nachhaltigkeitstage und mehr statt. Hier gibt es das komplette Programm.

 

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