Organisationen fordern strengere Regeln für Ticketzweitmarkt

Dienstag, 14.04.2026

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VerbraucherschützerInnen und BranchenvertreterInnen sehen Handlungsbedarf beim Weiterverkauf von Eintrittskarten. Sie fordern mehr Transparenz und klare gesetzliche Vorgaben.
Blick aus dem Publikum auf eine hell erleuchtete Konzertbühne. Die Zuschauermenge ist im Vordergrund unscharf von hinten zu sehen, während eine Person in der Mitte ihr Smartphone hochhält, um das Geschehen festzuhalten. Die Szene ist in atmosphärisches, violettes und warmes Licht getaucht.

Verbraucherzentrale Bundesverband, Verbraucherzentrale Bayern und BDKV fordern klare Regeln für den Ticketzweitmarkt. Bild: iStock | ChiccoDodiFC

Der Verbraucherzentrale Bundesverband, die Verbraucherzentrale Bayern und der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) haben sich für eine Regulierung des Ticketzweitmarkts ausgesprochen. Hintergrund ist die zunehmende Verlagerung von Eintrittskarten auf nicht autorisierte Plattformen, wo diese häufig zu deutlich höheren Preisen angeboten werden. Besonders bei stark nachgefragten Veranstaltungen wie Konzerten internationaler KünstlerInnen oder großen Sportereignissen zeigt sich diese Entwicklung. Der Zweitmarkt habe sich in Teilen von einer privaten Weitergabe zu einem kommerziell organisierten Geschäftsfeld entwickelt.

Intransparenz und Preisaufschläge als zentrale Probleme

Nach Einschätzung der Organisationen entstehen für VerbraucherInnen beim Kauf über Drittplattformen erhebliche Risiken. Dazu zählen fehlende Informationen zum Originalpreis, unklare Anbieteridentitäten sowie potenziell ungültige oder mehrfach verkaufte Tickets. Gleichzeitig wird der Weiterverkauf grundsätzlich als sinnvoll angesehen, etwa bei kurzfristiger Verhinderung. Kritisch bewertet wird jedoch der systematische Aufkauf von Tickets mit anschließenden hohen Preisaufschlägen. Die Verbände verweisen auf einen weltweit stark wachsenden Wiederverkaufsmarkt und fordern unter anderem verpflichtende Transparenzangaben, klare Informationspflichten sowie Maßnahmen gegen überhöhte Preise. Ziel ist es, faire Bedingungen zu schaffen und das Vertrauen in den Ticketmarkt zu sichern.

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