Der bvvs kritisiert die Berichterstattung des Mitteldeutschen Rundfunks zur Auswertung des Sicherheitskonzepts des Magdeburger Weihnachtsmarktes 2024. Die vom Verband vorgelegte Arbeit sei ausdrücklich als fachliche Analyse und nicht als Gutachten erstellt worden. Die in dem MDR-Artikel gezeichnete Darstellung entspreche nicht Inhalt und Aussage der bvvs-Analyse.
Entgegen der Darstellung im Beitrag enthalte die Analyse keine Aussage, dass der Anschlag hätte verhindert werden können. Vielmehr stellt der bvvs klar, dass zwischen Mängeln in einem Sicherheitskonzept und dem Eintritt eines terroristischen Anschlags kein unmittelbarer Kausalzusammenhang besteht.
bvvs fordert sachliche Debatte zu Verantwortlichkeiten in der Veranstaltungssicherheit
Der bvvs erläutert, dass seine Analyse unter anderem empfiehlt, für jede Zufahrt eine gesonderte Risikoanalyse durchzuführen. Je nach definiertem Schutzziel kann eine solche Bewertung jedoch zu dem fachlich vertretbaren Ergebnis führen, einzelne Zufahrten bewusst ungeschützt zu lassen. Die Festlegung konkreter Schutzmaßnahmen müsse auf klaren Anforderungen von Land und Landespolizei beruhen und im Einzelfall fachlich geprüft werden.
Die Verantwortung für Schutz gegen Terror und Amok liege primär bei den zuständigen Sicherheitsbehörden. Kommunale Genehmigungsbehörden und Veranstaltende verfügen in der Regel nicht über die notwendige sicherheitsfachliche Expertise oder den Zugang zu polizeilichen Informationen, um abstrakte Gefährdungslagen zu beurteilen oder eigenständig Maßnahmen zur Terrorabwehr zu planen und umzusetzen. Vor diesem Hintergrund fordert der bvvs eine sachliche, differenzierte Debatte und klare Planungsgrundlagen von Land und Polizei.
