Lebensmittelproduktion und die soziale Sicherheit: Besondere Tage an der Uni Hohenheim

Stuttgart steht nicht nur für Kulinarik, Automobil und Kultur – auch Forschung wird hier großgeschrieben. Die Universität Hohenheim feiert in diesem Jahr ihr 200-jähriges Bestehen und zahlreiche Events sind geplant.

„Im Jubiläumsjahr 2018 werden wir unseren Gästen die gesamte Bandbreite des universitären Lebens und Forschens präsentieren“, sagte der Rektor der Universität Hohenheim, Prof. Dr. Stephan Dabbert, in einem Interview. Und die Uni hält ihr Wort: mit zahlreichen Projekten ist sie auch 200 Jahre nach ihrer Gründung wieder Ort für Forschungs- und Entwicklungsthemen.

So findet vom 3. bis 5. Juli 2018 die Internationale ISEKI-Food-Konferenz an der Uni Hohenheim statt. Der Fokus? Komplexe Produktionsschritte so miteinander zu vereinen, dass auch zukünftig eine nachhaltige Lebensmittelproduktion gewährleistet werden kann. Die Organisatoren des Events sind die ISEKI-Food-Associaton und das Forschungszentrum für Bioökonomie der Universität Hohenheim. Unter dem Motto „The Food System Approach“ geht es um Erzeugung, Verarbeitung, Vermarktung sowie gesundheitliche Aspekte der Lebensmittelproduktion. Es werden bis zu 400 Teilnehmer aus aller Welt erwartet.

Ziel der Veranstaltung ist außerdem, das Netzwerk der unterschiedlichen Vertreter aus Forschung, Industrie und Bildung zu intensivieren. Je besser die Kooperation funktioniert, desto stärker kann sich für Umweltschutz und soziale Sicherheit eingesetzt werden.

Die Konferenz wird von zahlreichen Vorträgen und Workshops begleitet. Die Workshops sind kostenfrei. Eine Anmeldung ist jedoch erforderlich und kann hier vorgenommen werden

Hintergrund zum 200-jährigen Bestehen der Uni Hohenheim:
Die von König Wilhelm I. von Württemberg ins Leben gerufene Unterrichts-, Versuchs- und Musteranstalt verstand sich von Beginn an als Innovations- und Ideenschmiede für die Belange der Gesellschaft. Ihr Gründungsauftrag war, den verheerenden Hungerkrisen des frühen 19. Jahrhunderts radikal entgegenzuwirken. Die Innovationskraft, die Verbundenheit mit den Menschen rund um den Globus und der Geist, neben Grundlagenforschung auch praktische Lösungen anzubieten, haben sich an der Universität Hohenheim bis heute gehalten. Die Bioökonomie ist das Leitthema der Universität Hohenheim und einer ihrer drei Forschungsschwerpunkte. Sie verbindet die agrarwissenschaftliche, die naturwissenschaftliche sowie die wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fakultät.