Tagen mit Industrie-Flair: Wagenhallen öffnen wieder

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Photo: Wagenhallen

Photo: Theaterhaus

Nach fast zweijähriger Sanierung öffnen die Stuttgarter Wagenhallen am 26. Oktober wieder ihre Pforten. Dann können Besucher die völlig neu gestaltete Veranstaltungslocation im einstigen Eisenbahn-Reparaturwerk nahe Nordbahnhof erstmals besichtigen. Das ganze Wochenende über wird die Wiedereröffnung mit einem kostenlosen Eröffnungsfestival gefeiert.

Die historischen Wagenhallen, 1895 erbaut und in den Jahrzehnten danach mehrmals umgebaut und erweitert, hatten sich längst als Kulturzentrum etabliert, bevor sie Anfang 2017 aus Brandschutzgründen geschlossen wurden.

Mit der jetzigen behutsamen Komplettsanierung durch das Stuttgarter Atelier Brückner hat die Location modernste Technik erhalten, ohne dass der morbide Charme der ehemaligen Industriebrache darunter gelitten hätte. Es sei gelungen, den Ursprung der Wagenhallen mit seiner Originalsubstanz aus den Wänden heraustreten zu lassen und mit der besonderen Atmosphäre, der lebendigen Oberfläche sowie dem ganzen kulturellen Leben in Einklang zu bringen, heißt es.

Herausgekommen sind dabei auch neue Möglichkeiten für Tagungsplaner. In der großen Halle mit 1.050 qm finden jetzt stehend 2.100 und an Tafeln gesetzt bis zu 720 Personen Platz. Das große Foyer nebenan bietet nochmals 465 qm Fläche. Kleinere Konzerte und Veranstaltungen sind im kleinen Raum möglich, der für maximal 199 Personen ausgelegt ist.

Für Liebhaber klassischer Industriearchitektur hält Stuttgart aber noch einige weitere beeindruckende Locations bereit. Etwa das Theaterhaus Stuttgart nahe Pragsattel im Norden der Stadt. Die Location für bis zu 2.000 Teilnehmer ist 2003 in den ehemaligen Rheinstahlhallen entstanden. Hier wurde zuletzt Baustahl von Thyssen gefertigt.

Unterdessen bietet auf dem Areal des ehemaligen Flughafens Stuttgart-Böblingen die Motorworld Region Stuttgart mit der Legendenhalle Raum für 650 Teilnehmer. Hier kann der benachbarte Hangar hinzugebucht werden.

Klassischen Backstein-Charme versprüht indes das Goldbergwerk Fellbach, untergebracht in der einstigen Gießerei des Kolbenherstellers Mahle. Und das „Im Wizemann“ auf dem Wizemann Areal des gleichnamigen Automobilzulieferers bietet Veranstaltungsplanern zwei Hallen, in denen einst Motorenteile produziert wurden – samt Innenhof und Tagungsgastronomie.