Deutschland zählt zu den führenden Messe- und Kongressstandorten weltweit. Nach Einschätzung des Forum Veranstaltungswirtschaft gerät diese Position jedoch zunehmend unter Druck. Beim Parlamentarischen Frühstück in Berlin diskutierten Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Bundestages gemeinsam mit Branchenvertretern über Herausforderungen wie steigende Energie- und Personalkosten, langwierige Visa-Verfahren, bürokratische Hürden und fehlende Investitionsanreize. Ziel der Veranstaltung war es, die Bedeutung der Veranstaltungswirtschaft für Innovation, Wissenstransfer und wirtschaftliche Entwicklung hervorzuheben und den politischen Dialog auszubauen.
Forderungskatalog für mehr Wettbewerbsfähigkeit
Das Forum Veranstaltungswirtschaft legte einen gemeinsamen Forderungskatalog vor. Im Fokus stehen die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, die Einrichtung eines zentralen politischen Ansprechpartners für die Veranstaltungswirtschaft sowie die Verbesserung der Standortbedingungen durch Bürokratieabbau und gezielte Investitionsförderung. Björn Sänger, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Veranstaltungsorganisatoren (VDVO), Robert Ninnemann, Vorstand des Fachverbands Messen und Ausstellungen (FAMA), René Tumler, Geschäftsführer des Europäischen Verbands der Veranstaltungs-Centren (EVVC), sowie Michael Köhler, Geschäftsführer der RX Deutschland GmbH, betonten übereinstimmend die Bedeutung verlässlicher politischer Rahmenbedingungen, um internationale Veranstaltungen langfristig in Deutschland zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu erhalten.
