Warum Diversität das Rückgrat moderner Events ist

Donnerstag, 17.07.2025

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CIM-Kolumnistin Juliane Hilbig berichtet an dieser Stelle über aktuelle Themen und all das, was sie in ihrer tagtäglichen Arbeit als Eventmanagerin beschäftigt.
Frau in rotem Blazer und mit verschränkten Armen

Juliane Hilbig ist Eventmanagerin beim Chemiekonzern BASF. Zuvor war sie unter anderem im Kongressmarketing von Visit Dresden tätig. Foto: Steffen Rasche

Liebe Leserinnen und Leser der CIM,

wenn ich auf Veranstaltungen zurückblicke, die ich in den letzten Jahren geplant habe, frage ich mich immer wieder: Wie vielfältig waren sie wirklich? Und: Wen haben wir vielleicht unbewusst nicht mitgedacht?

Diversität ist längst ein fest verankerter Begriff im gesellschaftlichen Diskurs – und hat auch im Eventbereich Einzug gehalten. Sie steht auf Agenden, taucht in Keynotes auf und ziert inzwischen fast jedes Mission Statement.

Insbesondere im Business-Kontext bleiben Veranstaltungen oft erstaunlich einförmig. Es gibt etablierte Formate, definierte Zielgruppen, standardisierte Abläufe. Die SpeakerInnen? Fachlich kompetent, aber häufig wenig divers. Die Kommunikation? Sachlich, oft technik- oder zahlengetrieben. Die Perspektiven? Klar – aber eben auch eingeschränkt. Natürlich achten viele Unternehmen bei der Planung auf Barrierefreiheit. Und ja, Ernährungsformen – ob vegetarisch, vegan, halal oder allergenfrei – werden berücksichtigt. Das ist gut. Aber es ist oft der Endpunkt, nicht der Anfang eines inklusiven Ansatzes. Spannend wird es, wenn der Rahmen sich verändert, etwa bei Mitarbeiterevents mit Familienbeteiligung. Plötzlich geht es nicht mehr nur um berufliche Rollen, sondern um Menschen in ihrer ganzen Vielfalt: Kinder, PartnerInnen, ältere Familienmitglieder, Mitarbeitende mit unterschiedlichsten kulturellen und sozialen Hintergründen.

Vielfalt ist nicht das Sahnehäubchen auf dem Event – sie ist der Teig. Wenn wir sie von Anfang an mitdenken, verändert sich das ganze Format: Es wird lebendiger, zugänglicher, menschlicher.

Die besten Events, die ich bisher erlebt habe, waren nicht die, bei denen alles technisch perfekt war – sondern die, bei denen sich Menschen auf Augenhöhe begegnet sind. In all ihrer Unterschiedlichkeit.

Herzlichst, Juliane Hilbig

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